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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 201

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Bruno Bauer und die Juden
Date
1844-01-01
Page
Seite 201 (sequence 3)
Language
German
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tV. Bruno Bauer und die Juden. 2V1 der Gunst zuwerfm''wollte, da ward auch ihm bald „auf seinem untergeordneten Staridpunkte" das Recht der Meinungsäußerung und der" Protestation gegen höhere Beschlüsse abgesprochen und die Anstellung als eine' frühere " Gunstbezeigung nun in den Zeiten der Ungunst entzogen. Die Freisinnigkeit Bauers und der deutschen Jahrbücher hat sich nicht besser bewährt. ÄZaren diese Ln allen Stücken terroristisch und von jenem Schick- und Parteifanatismus nicht'frei, der in kleinlichem Gelehrtenegoismus jedem Entgegenstchenden die Eristenz gewaltsam entziehen möchte: so zeigte sich derselbe in Beziehung auf. Juden, gegen die man die Schulverachtung am besten ausdrücken und den Terrorismus ambesten bethätigen konnte, grauenerregend. Zu jener Zeit, als die Hegel'sche. Schule noch in gutem Ausehen stand und auch ihrerseits noch darauf hielt, einen gut konservativen und orthodoren Ruf sich zu bewahren, der Nationalismus aber in starkem Mißkredit war, da traf der Hohn des - knabenhaftesten UebermutheS die gelehrtesten und gründlichsten Männer dieserMichtung;. nachdem bereits das sogenannte junge Deutschland in Acht und Aberacht erklärt war, sielen jene Gesinnungsterroristen und Tatentverächter über dasselbe her, wie die Naben über einen der Verwesung bestimmten Leichnam, und nun wollen die ritterlichen.. Kämpfer, bei ihrem Bemühen, ein neues Bewußtsein zu schaffen, blos wiederum für sich Ungebundenheit, für alle Andern enge Fesseln, nun wollen die Bekämpftr aller historischen Institutionen, die sie nicht entwickelt, sonderir zerschlagen sehen wollen, für uns das historische Unrecht aufrecht erhalten und verdächtigen mit Unwissenheit und vornehmen. Prätentionen unsere Gesinnung und unser Streben, sie scheuen im Hasse gegen die Theologie nicht einmal die Aufnahme jener albernen Verdächtigung, das Judenthum sei dev alte Baalsdienst, machen sich zu Mordgesellen von Daumer, Ghyllani und ähnlichen Urhebern von Faseleien? Nun, die Nemesis — und, ich gestehe es, zu meinem Bedauern, denn ich liebe die kräftige Gesinnung, selbst wenn sie sich überstürzt — hat auch sie ereiltmöge , es das letzte Mal sein, daß diese nothwendige Lehre den deutschen Liberalismus trifft! Wahrlich, man kommt fast auf den Gedanken, der ächte Liberalismus befinde sich in Deutschland blos bei den Juden und

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