Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über Onkelos und seine Übersetzung des Pentateuch'
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 191 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2929020-2929041-2929044-2932209--2851-2932292- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
1!1. Ueber OrMos und seins Uebersetzung. 191 Thargum wissen. — Nachdem die babylonische * *) Übersetzung redigirt war, mußte; ihr Anfthn, das schon in frühem Zeiten sehr geachtet war, noch mehr steigen, und es wurde ihr deßha'tb, gleich den andern alten Versionen ein hohes Wer beigelegt. Man schrieb sie einem alten Lehrer, dem Proselhten Onkelos ***) dem Freunde N. Gamliel's zu ch), wobei die Wahrheit zu Grunde liegt, daß ihre Grundlage in der That sehr , alt ist, wie dies aus der Geschichte ihrer Entstehung, und der Art wie der Thalmudch-s) darüber spricht, erhellt -sfp). —- Das hohe Alter unsers *) So werden wir unser Thargum Onkelos Ln der Folge nennen, eine Benennung, zu der uns die Geschichte das größte Nechtl giebt; für das pheudojönath. Thargum hat Zunz bereits den Namen Thargum feruschalmi geltend gemacht. Wir haben demnach, so wie wir einen j. und bab. Thalmud besitzen, auch einen b. u. j. Thargum, ein Produkt der bab. und j. Schulen, beide Thargumim Haben ziemlich gleiches Schicksal mit den beiden Thalmüden gehabt. ") Die Erzählungen von der Inspiration der HX.. find bekannt. Auch die Peschito canonisirte man bald. Jae. von Edessa (achten Jahrhundert) spricht von denjenigen Uebersetzern, welche von dem Apostel Thaddäus und den: edessenischen Königs Abgarüs nach Palästina geschickt wurden und welche die Schrift übersetzt haben. Im neunten Jahrhundert läßt man einen Theil des A. T. schon zu Salomens Zeit auf den Wunsch des Königs Hiram und den übrigen. Theil des A. und das N. T. in der von Jae. v. Edessa ^angegebenen Zeit angefertigt sein. S. Ha verrück (a. a. O.) S. 92. Auf diesen gerieth man, durch den Namen des griechischen Bibclübersetzers geleitet. — Die Stelle (Meg. ist gewiß erst aus späterer Zeit, und dem N. Jirmija oder R. CHia bar Abba in den Mund gelegt, dem letztem um so eher, da derselbe im Thalm. j. ähnliches von Akilas aussagt. -j-) Der Sohar, bei dem das babhl. Thargunr in noch höheren A'nsehew „stand, macht Onkcles sogar zu einem Schüler Hillels s. zu Lev° Ich 4. col. 131, . _ -!"!-) So'versteht schon R. Joseph (Sabb. 28.u) das Wort und (SaM 64 rr) nicht mehr. (Ueber das letztere v-rgst Michaelis Suppl. st v. ); ferner nannte mau in der ralmudische» Zeit NVM, Lev. 11, ISrr-,21