Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über Onkelos und seine Übersetzung des Pentateuch'
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 186 (sequence 12)
- Language
- German
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186 U'l.'",Ueher-'Onkelos^Mtz'-seine -Ueberschung. -häufig citirt, jedoch meist ohne Nennung des Autors (s. weiter unten). Dazu kommt noch, hätte die angegebene Stelle Meg. 3 a. ihre volle Giltigkeit, so müßte unsere Übersetzung in Palästina verfaßt sein, (denn sowohl N. Elieser und N. Josua, die. in Palästina lebten, als auch die angeführten Stellen aus der Tosephta (s. oben) führen dahin) während dieselbe, wie wir weiterhin beweisen werden, in Babylon angefertigt wurde ^). — Auch dürsten endlich der innere Geist und die Vorstellungsweise, die in der Übersetzung herrscht, gegen ein so hohes Zeitalter, in welches wir, wenn die Angabe richtig wäre, unsere Onkelos -Übersetzung zu versetzen hätten, sprechen. Hat demnach unser Thargum zum Pentateuch nicht den Proselyten OnkeloS zum Verfasser, so kehrt die Frage zurück, wann, wie und wo ist dasselbe entstanden. Wir haben nun gesehen, daß man etwa gegen Ende des zweiten. Jahrhunderts begann,, das Thargum des Pentateuch's auszuschreiöen, um das Privatstudium zu erleichtern, während zu offellttichm'Vorlesungen das ausgezeichnete Thargum im Anfang des "dritten Jahrhunderts noch verpönt war*) **). Auch hatte das Thargum in dieser Zeit noch keine bestimmte, unabänderliche Form erhalten, so daß es bindende Kraft gehabt hätte, vielmehr finden wir bis in die Mitte des dritten Jahrhunderts noch manche Schwankungen bei einzelnen Versübersetzungen. So wird (Seb. 84 3.) die Stellr Gen^ 49, 2/. von Rab übersetzt: in seinem (Benjamin's) Gebiete wird der Altar errichtet werden).von Levi: irr seinem Gebiete wird das Heiligthum errichtet werden***). *) Es wäre gewiß sehr'gezwungen, wollten wie der unhistorischen Angabe (Meg. 3 a.) zu Gefallen, Onkelos von Palästina nach Babylon wandern und ihn dort seine Übersetzung machen lassen; ' oder um das zu rechtfertigen: es bedeute die reerpirte Version. Vergl. die oben angeführte Stelle j. Meg. 4, 1. die Letztere Uebertragung findet sich in unserm Thargmn Onkelos.