Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über Onkelos und seine Übersetzung des Pentateuch'
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 184 (sequence 10)
- Language
- German
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!84 M. Ueber OnkeloS und seine Neberfetzung. HadrianS, was mit den Angaben der Kirchenväter^) übereinstimmt.- — Ganz anders verhält sich der Ausspruch im Thalm. bab., der offenbar in seiner ganzen Fassung mit bloßer Änderung des Namens Akilas in Onkelos dem j. Thalm.^ entnommen ist unb a ls unhistorisch, zurchckgcwiestn werden muß, weit sowohl äußere als innere'Gründe dagegen sprechen. — In denälteru angeführten Quellen der Tradition, in denen Onkelos oft genannt wird, finden wir' doch mrgends, daß ihm eine Übersetzung des Pentateuchs beigelegt, oder daß er in Verbindung mit N. Elieser und N., Josua gebracht wird ^), und wie unwahrscheinlich wäre es auch, einen Onkelos undeinen Akilas, beide zu Schülern N. Elieser'S und N. Josua's und beide zu Übersetzern der heil. Schrift zu machen. Zeigt doch schon die Verbindung, in welcher im baby^. Thalmud der angeführte Ausspruch vorgetragen wird,' gegen seine Glaubhaftigkeit; Jonathan b. Usiel soll die. Übersetzung der Propheten'aus dem Munde von Chagai, Sacharin und Malcachi angefertigt haben, was ebenso wenig begründet werden kann als die erste Behauptung st). Ferner wird in dem bab. chff) Talmud *) Epiphanias a. a. O. Jrenäus 3, 24 (schrieb Zwischen 177 u. 192) betrachtet ihn als feinen Zeitgenossen s. de Wettea. a. O. S. 65. Onkelos kann freilich zur Zeit N. Etiesers gelebt baben s. Asaria de Nossi (a. a. O.) S. 239. vergl. Moed Katon f. 27 a. Daß man die Stelle so übersetzen muß,, beweist die erste Hälfte des Ausspruchs. ch) S. tarüber weiter unten. st?) Nur dieser Tbatmud kennb unsere Uebersetzung, der j. T scheint sie nicht zu kennen, die eine Stelle Meg. 4, 11., dis Zunz (a. a.O. S. 63 e) dafür an führt, kann schwerlich für die Bekanntschaft des j. T» mit derselben zeugen. Es ist nämlich a. a. O. der Streit, wie weit man dis Erzählung von dem goldenen Kalbs in chald. Uebersetzung auslassen müssSf und da heißt es: KU* dp 8OP N' n NNV1 "82-! Diese Phrase, deren vier erste Worte nur in unserer Paraphrase sich wiedersinden, kann höchstens dafür sprechen , daß auch in Palästina eine chald. Paraphrase vorhanden war, die den dorligen Lehrern wohlbekannt war.