Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 179

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Über Onkelos und seine Übersetzung des Pentateuch'
Date
1844-01-01
Page
Seite 179 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2929020-2929041-2929044-2932209--2839-2932280
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

!!I. Ueber Dnkeloö und seine Uebersetzung. 179 fallen^ bemerkt Hävernick mit Recht, wenn die aramäisch redenden Juden um jene Zeit die allgemein herrschende Sitte -sich nicht angeeignet hätten und für sich Vortheil daraus zu ziehen versuch-- ten. Daß aber in der T'hat dies geschah, darauf führt uns der Ausspruch des Nab Ammi, (jüngerer Zeitgenosse N. Jehuda Hakadosch, des Redakteur der Mischna): das; man an jedem Sabbath die entsprechende Parascha zweimal im Hebräischen und ein-- mal im Thargum lesen solle ^'), ein solches Gebot konnte doch nur gegeben und befolgt werden, wenn schriftliche Thargumim vorhanden waren, da doch nicht jeder dieselben auswendig wußte. Dahin führt auch die Stelle j. Megilla 4, 1.'*) **): R. Samuel der Sohn N. Jitzchak's sah einen Schreiber, der ein Thargum aus einem Buche abschrieb; Ums doch nothwendig auf ein geschriebenes T'hargrim hinführt. Indeß haben wir keine sichern Zeugnisse, das; Thargumim des Pentateuchs vor dem Ende zweiten Jahrhunderts ausgeschrieben worden, wenn wir nicht der thalmndischen .Angabe zu Liebe: daß Onkelos der Proselyte schon zur Zeit Philo's ein Thargum verfaßt habe si), bereits im ersten Jahrhundert geschriebene annchmen sich); allein gerade diese Angabe ist näher zu betrachten. *) Berachot f. 8. ad. 2 V s -^1^72 re.. . - S. ZunZ A53l Änmerk. ü) — Das Verfahren des Schreibers wird von N. Samuel nur deshalb getadelt, weil der Schreiber auch ans dem Brrche v o r z u Le s e u beabsichtigte. 4) Dieser Ansicht ist noch Zunz (a. a. O. S. 62.) und Hävernick (a. a. O. S. 77 ff.); ersterer jedoch hat dieselbe, wie wir aus seü;em Munde wissen, bereits aufgegeben. j-'r) Me Meinung Lazatto's (im Oheb Ger; S. VI? — X.), das; die . Thargumim erst nach der Redaction des Thalmuds ausgeschrieben .. feien, ist bereits von Zunz a. a. O. S- 358 Anmerk. Ich wider- . c^gt wordenlaßt sich aber auch durch folgende Betrachtung beseitigen. Es giebt bekanntlich Thargumim fast über die 'gange . heilige: Schrift,' die jüngeren derselben gehören dem 7. u. 8 Jhd. an, also der Zeit, nachdem der Thalmud redigirt worden und ttutevscheiden sich auch merklich Ln der Sprache und i>n .Genius .... .. .Mn der ltebersetzttng des Onkelos; hatte diese letztere sich bis in die gedachten Jahrhunderte mündlich fortgepflanzt, so hätte sie

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.