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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 178

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Über Onkelos und seine Übersetzung des Pentateuch'
Date
1844-01-01
Page
Seite 178 (sequence 4)
Language
German
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178!!I. Ueber OnkeloS und seine Uebersetzung. eine wörtliche Wiedergabe des Hebräischen d-nrch einen chaldäischen Ausdruck, damit Ware an vielen Stellen dem Ungelehrten nicht gedient gewesen , die Uebersetzung acconunodirte sich , vielmehr den bestehenden religiösen . Vorstellungen jener Zeit, löste scheinbare Widerspruche auf/ beseitigte zu starke Anthropomorphismen, kleidete ^gesetzliche Stellen in die von der Tradition gegebene Modi-- sicirung zc., worüber später abgehandett wird. — Weil aber das Thargum den Inhalt der heiligen Schrift modifici'rte, und sie dem Zeitbedürfnisse gemäß, dem Volke erklärte, so hatte es bald die Autorität, gleich der Mischna, einer plO (des mündlichen Gesetzes) erlangt. Als man nun im Anfänge des dritten Jahrhunderts anfing, die Mischna aufzuzeichnen, so dürfen wir Wohl annehmen, daß man mit dem Thargnm um eben dieselbe Zeit oder wohl etwas früher ein Gleiches vornahm *). Die Scheu vor dem Aufschreiben konnte nämlich beim Thargum eher beseitigt werden, da man sich hier gleich weit entfernte von Zusätzen als von buchstäblicher Uebertragung-^), was beides verpönt warch), erstere besonders deshalb, weil das^HineinLragew in die Worte, der heiligen Schrift immer mehr zunahm, und der willkürlichen Auslegung um so größerer Spielraum gegeben war. Auch mochte eine Anregung von außen zum Aufschreiben der Thargmnim das" ihrige beigetragen haben -sch). Schon in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts war in Syrien die Thätigkeit für das^ Uebersetzen der heiligen Schrift erwacht, und die hellenistischen Juden besaßen um dieselbe Zeit bereits die Uebersetzung des Akilas, dir bei ihnen in hoher Achtung stand es wäre daher auf- Vergleiche E?R. (Emil Nödiger) in der halt. Lit. Ztg. 1852 Nr. 6. S. 41. u. 42. ZunZ ebendaselbst. M Kiduschin "f. 49a. . Q'l.pj-INLNI Nl. ..Wer einen Vers in seiner Gestatt (wörtlich) übersetzt, der ist ein Lügner, wer aber zu ihm hinznfügt, der schmäht und lästern" g"t) S, Hävernick (Handbuch der hist. keit. Einleitung in's A. T-. I. Th. L-Abthlg. S. 74 ff.), der aber die geschriebenen Thargnmim zu hoch hinauf rückt. -t-M Zunz S. «2. ff. ft

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