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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 176

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Über Onkelos und seine Übersetzung des Pentateuch'
Date
1844-01-01
Page
Seite 176 (sequence 2)
Language
German
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176 M. lieber Onkelos und seine Uebeisetzung. waren*), manchen Beitrag für die Kritik des Tertes liefern und an und für sich als ansehnliche Monumente einer ausgeftorbenen^ Sprache ihren besondern Werth ' haben, so manchen Aufschluß über die Vorzeit, in Bezug auf religiöse und sittliche Anschauungsweise, gerade weil sie sich freier und unabhängiger vom Originale bewegen, und mithig von der Anschauung ihrer Zeit vieles in die Übersetzung hineinfließen ließen. — Wir hoffen daher keiner weitern Entschuldigung zu bedürfen, wenn wir das ' älteste und wichtigste Thargum, die Übersetzung des Onkelos, einer genauern Untersuchung unterwerfen. Schon seit den Zeiten Esra's war die Einrichtung getroffen, den Pentateuch in hebräischer Sprache dem Volke vorzulesen, eine. Sitte, die vielleicht schon aus früher Zeit sich herschreibt, denn das Deuteronomion (31, 11.) befiehlt eine von sieben zu sieben Jahren vorzunehmende Vorlesung, und zu den Zeiten des Jeremias .mochte eine solche Vorlesung nicht selten gehalten worden sein (Jeremias). Eine mit Erklärungen und vielen Feierlichkeiten begleitete öffentliche Vorlesung der Thora durch die Leviten wird (Neh. 8, 6.) in das Zeitalter des Esra versetzt. Wenn wir nun auch diesen Theil des Buches Nehemia als den spätern, dem Nedacteur des Buches ESra, Nehenüa und der Chronik angehörig, betrachten, so ist doch so viel klar, daß man vom Ende des vierten Jahrhunderts v. Chl schon die heilige.Schrift zu Vorlesungen benutzte^)^ daß diese Sitte sich in den nächst folgenden Jahrhunderten erhalten, beweist das Verbot des AntiochnsnEpiphanes, das Gesetz vorzulesen. Dazu kommt noch der Umstand, daß man schon zu Josephus'ffff*), der Apostelff) und der Thalmudisten fffl) Zeit den *) Dieser Gesichtspunkt ist erst in neuerer Zelt recht erkannt und hervorgehoben worden, besonders durch N euß (in d. Geschichte d. heiligen Schriften R. Tch nach dem Vorgänge Credner's (in s. Beiträgen zur Einleitung in'ö N. T.) **) Vergl. Zunz a. a. O. Cap. 1. Jos. eorrt. Ap. 2, 17. -k) Apostetgesch. 15, 21. . 1'k) 1 1» 1. VubÄ Lama k. 82 s . l. Zl L. fl Zuuz (a.ä^ O.) S. S. ' ' , , ' - / ,

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