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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 173

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Der Monotheismus in sittlicher Beziehung
Date
1844-01-01
Page
Seite 173 (sequence 22)
Language
German
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II. Lkr MonotMsmüS kn sittlicher Beziehung. 173' von der Stellung hebräischer Frauen zu geben versucht und wollen uns hier nicht, wiederholen. Nach den hohen sittlichen, nach den unverki'mstelt menschlichen Ansichten innerhalb des Monotheismus konnten sich solche Verirrungen wie die Indischen Wittwen-Verbrennungen, wie die Knie-Umfassungen und morgenländische Anbetung, die die Perserinn ihrem Manne darbringen mußte, *) wie die götzendienstlich-sinnliche Versunkenheit der AgypLiennnen ** ***)), wie die Willenlosigkeit römischer Frauen, diesich von ihren Männern, was selbst von edlen Römern geschah, beliebig mußten an Freunde fortleihen lassen oder auch die Art von Gemeinschaftlichkeit der Weiber, wie sie Plato in seiner Republik vorschlägt,-s) solche Verirrungen konnten bei den Hebräern weder je ins Leben treten noch auch nur Jemandem in den Sinn kommen. Auch sie legten Wohl Werth auf eine zahlreiche Nachkommenschaft, auf die Fruchtbarkeit ihrer Frauen. Aber der ganze moralische Werth der Frauen ging bei ihnen hierin nicht auf, ihre bessere Stellung im Haufe wurde davon nicht abhängig, wie etwa das römische Gesetz der Frau, welche Kinder gehabt, besondere Vortheile zuwandte. Abraham behandelte Sarah mit nicht minderer Achtung und Lieb6, Jakobs Verhältniß zu Nahel war nicht minder innig, so lange diese Frauen unfruchtbar und Ln dieser Beziehung die heißen Wünsche ihrer Männer unerfüllt blieben. In einer Religion, die den Menschen als geistiges Bild Gottes betrachtet, konnte ein Theil der Menschheit nie zu einem bloßen Mittel für die Begierden oder selbstsüchtigen Zwecke des andern herabsinken. Daß Ln der geachteten Stellung der Frauen, was mit der Sittlichkeit derselben nahe zusammenhängt, und in den dadurch herbeigeführten normalen ehelichen Verhältnissen die allgemeine Sittlichkeit eines Zend-Avesta, von Kleuke r. M. 231. **) Herod. II. 46. 48. ***) Cato überließ auf. solche Weise, wie PLutarch erzählt, seine Frau dem .Hortensias fteundschaftlichst. Er hatte sonst durchaus deinen Grund, sich von ihr Zu trennen. Auch Cresro Lachte in Be-» Zug auf Ehe nicht eben am edelsten. -f) Tor-nvr- 7rw-

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