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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 172

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Der Monotheismus in sittlicher Beziehung
Date
1844-01-01
Page
Seite 172 (sequence 21)
Language
German
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172 H. Der Monotheismus ru sittlichkr Beziehung. -achte sich ja die Götter selbst nicht anders und nicht besser. Wie hingegen die Lehre der Feindesliebe bei den Hebräern vollkommen entwickelt ist, so daß hier selbst der reinsten und höchsten sittlichen Anschauung nichts zu wünschen übrig bleibr, hierzu hat der Verfasser dieser Zeilen die wichtigsten Data in einem Programm zusammengestellt) hier sei demnach nur augedeutet, daß das be< kannte Gebot der Nächstenliebe, eben in .Bezug auf feindliche Verhältnisse eingeführt, zu den Vorschriften, wie unser Betragen gegen denjenigen sein soll, der durch das seinige einer lieblosen Gesinnung zu Haß und Llache Veranlassung geben könnte, den eigentlichen Schlußstein bildet: „Hasse deinen Bruder nicht im Herzen, räche dich nicht und halte keinen Zorn, liebe deinen Nächsten wie dich selbst) ich bin der Ewige^ Der letztere Zusatz, der namentlich bei solchen Geboten steht, die ganz vorzüglich ans Herz gelegt werden chollen, und über dessen eigentliche Bedeutung in diesem Zusammenhänge man nicht völlig im'Klaren ist, scheint so viel gewiß sagen zu wollen, daß Übertretung-des Gebotes eine Versündigung gegen Gott, nach seinem wahren Wesen und gegen die Erkenntnis; seines vollkommenen unv seines unwandelbaren Willens wäre. Wenn endlich, um noch Eins anzuführen, im Heidentbume fast ganz allgemein, der weibliche Tb eil des menschlichen Geschlechts zu mehr oder minder sklavischen Verhältnissen erniedriget war, so stehet dies gleichfalls im innigem Zusammenhänge mit dem Mangel an richtigen Begriffen über menschliche Würde überhaupt, nach ihrer göttlichen Quelle. Gleichwie.es gegentheils nur ein Glied in der ganzen Kette, dem Monotheismus natürlicher, Ansichten bildet, wenn die Frauen bei den Hebräern frei und würdig da standen und durch nichts gehindert wurden, die höchsten Stuten der Macht und der Bildung einzunehmen. Wir haben in einem kleinen Aufsatze, Josts israelitisthe Annalen 1841 Nr. 33 u. 34, ein Bild *) Die Femdesliebe, nach Israel. Lehreals Emtadungsschrift Zu einer Neligionsprüfung, Wien 1834, von Neuem abgedruckt in den ,,Reden und Einsegnungs-Epilogen," Königsberg 1838. ") 3 Mos. IS. 17. 13.

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