Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der Monotheismus in sittlicher Beziehung
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 156 (sequence 5)
- Language
- German
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156 ll. Der Monotheismus in sittlicher Beziehung. welche auch im Phädon nicht ausgeschlossen bleibt ^), mag für die'Phantasie manches Ansprechende haben, konnte aber nur, indem sie zugleich thierisches und menschliches Sein untereinander mischt, aus einer sehr untergeordneten Vorstellung' von der Natur der menschlichen Seele hervorgehen. > Gewiß ist die Idee der Ewigkeit Gottes, wie oben angedeutet, das Sicherste, an das sich die Ueberzeugnng von der Unsterblichkeit der gottähnlichen Seele anschließen konnte. Aber diese Idee, welche selbst in der Einheit mit enthalten ist (weil der eine Gott den Grund seines Seins in sich selber hat, also nicht im Einflüsse der Zeit stehet, und weil ferner die Einigkeit des Seins, als einen Zwiespalt innerhalb, desselben, jeden Entschluß des -Wandels, oder des Nichtseins ausschließt), scheint mit ihr gemeinschaftlich den Heiden verloren gegangen zu sein. Die Götter waren geboren, in der Zeit entstanden, man dachte sie sich wandelbar und auch nicht vollkommen geistig, die Schranken des Raumes uud der Zeit verschwanden vor ihnen nicht. Junge Götter-Dynastieen hatten die altern verdrängt und dursten einst, dort etwas (H Hä -nc Lern) von Seele und Bild, so ist es doch ohne eigentliche Lebenskraft (ärätz or'n Zl. XXIII., 103. Wie Dampf und ächzend ebend. 100, gleich ei er Schaar von Uhus, Oe. XXIV. 6. fährt die Seele hinab, beklagend die verlcrene Zugend und Manneskraft, Jl. XXII., Z62. Plato selbst tadelte (Hop. III.) diese und ähnliche Stetten streng, und doch fanden sie wohl zunächst Eingang im Volke. *) Die Seelen derer, meint Sokrares, welche hier ganz der Sinnl.ichkeic gelebt, denen hange auch nach dem Tode noch zum Thsil das Körperliche an, das sie niederdruckt, sie schwer, irdisch und sichtbar bleiben laßt rrcre -rock ^§^§5, -ecee o^crro^). Daher seien die schattenähnlichen Gestalten zu erklären, die an Gräbern mitunter erschienen sind. Solche Seelen gingen dann endlich, von dem Irdischen angszogen, in solche Thiere über (rcsiu Lixs? L^ür^cre) als in Esel, Wölfe u. s. w., deren Natu? den Begierden, als der Gefräßigkeit, Sinnlichkeit, Raubsucht, entspreche, denen der Mensch .sich im Leben überlassen.