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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 155

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Der Monotheismus in sittlicher Beziehung
Date
1844-01-01
Page
Seite 155 (sequence 4)
Language
German
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ll. Der Monotheismus in sittlicher^Beziehung. 155 die allgemein verbreiteten hieher gehörigen Mythen näher betrachten, so werden wir uns leicht überzeugen, wie trübe und unerfreulich der Blick in das Jenseits blieb, und wie wenig er geeignet war, Muth und Erhebung für das Leben darzubieten. In die Masse des Volkes übrigens war dieser Glaube auch zur Zeit Plato's nicht gedrungen, der (im .Phädon)' als die Meinung der Menge angiebt, daß die Seele im Tode sich verflüchtige aber auch die erleuchtetern Ansichten dieses Weisen selbst halten doch an Reinheit und Bestimmtheit lange nicht den Vergleich mit demjenigen aus, was (wie wir nachzuweisen versuchten, als Resultate der ältesten hebräischen Ideen) in dem Büche der Weisheit (1, 12 — 5, 24.) vorgetragen wird. *) Die Theorie der Seelenwanderung namentlich, *) Sokrates glaubt jenseits zu guten Göttern und Herrschern zu kommen (s. ob.), er hofft auch zu guten Menschen, will dies aber nicht eben so ganz fest behaupten ä-, Cs kann wohl nicht zweifelhaft sein, daß S. die Ahnung seiner Unsterblichkeit innig und fest in sich getragen habe. Aber um sich auch Andern vollkommen überzeugend mitzutheilen, hatte diese A h n u n g sich zur Hellen Ueberzeugung gestal.en, d. h. zugleich im Zusammenhänge auftrcten müssen mit der bestimmten Erkenntniß des wahren Gottes und der wahrhaften Göttlichkeit der Seele, was offenbar nicht geschieht und nicht gestehen konnte, denn über diese Punkte war eben den Weisen des Heidenchums (die gewiß in ibreu Ansichten hoch über der Menge standen) auch nur die allgemeine Ahnung, einzelne Lichtblicke anfgegangen, aber es fehlte doch viel an einer sichern in sich wohjbegründeten Auffassung derselben (s. ob.). Treffend ist demnach, was bei Cicero (Tu5eu!. tzuaest. I. 11) zur Charakteristik von Platons Phädon angedeutet wird, daß nämlich seine Gründe mehr überredend als überzeugend seien: nekeio guo moclo, clum leZo, 3886utior: cum f)08ui librum, et meeum ip86 cle immortalitute ummorum eoepi eoAitare, U88eu8i0 owni8 11!u eladitur. Daß die Vorstellungen der Dichter und namentlich Homers noch viel weniger geeignet waren, einen festen und lichten Glauben über Unsterblichkeit darzubieten, hiervon kann man sich Leicht überzeugen, wenn man daselbst die trostlosen Schilderungen von einem Schattenreiche liest, das „nur schrecklich sein kann für die Menschön) und selbst den Göttern Schauder einflößt" Jl. XX. 64, denn ist auch Züd. Zeitschr. V. Bd. 11

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