Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nachträgliches über die Thargumim
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 7)
- Language
- German
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L30 Miscellen. Nachträgliches über die Lhargumim. so rührt diese nicht> von der Abhängigkeit des einen vom andern her, vielmehr eben von ihrer Einheit.^) - ' Ä. Die im Oheb Ger angegebenen Varianten sind noch bedeutend zu vermehren mit andern, welche ich seit der Herausgabe dieses Werkes in theils von mir angekauften theils anderweitig mir zu Gesicht gekommenen Handschriften gefunden habe. Auch die Maßorah des .Thargums Onkelos habeich in einem hdschr. Pentateuche. gesunden, worin unter-vielem andern Vemerkenswerthm auch einige wenige Lesarten gefunden werden, in welchen die Juden in Ssora O^D) von denen in Neh^ — Schon früher habe, ich auch bemerkt (Oheb Ger S. 81), daß Stellen inr Onkelos/ dadurch daß die Übersetzung eine Zeit lang sich mündlich sortpslanzte, vermischt worden sind, daß so die zwei letzten Worte, zu Lev. 26, 31 aus dem Thargum zu 'Amoß 9, 21 genommen sind, die Übersetzung von(Num. 11, 12) fehlerhafter Weist der von ^2' MM (Erod. IS, 13) Es ist von großem Werthe, daß diese Ansicht von der Zusammengehörigkeit der beiden Thargumim, der früheren Meinung gegenüber, scharf und bestimmt ausgesprochen wird. Wie mich dünkt, bedarf dieselbe jedoch noch'einer festem Begründung. Me frühere Beendigung oder Abschließung des pentateuchischen Thargums laßt sich nämlich bereits von vorn herein erwarten, da das Thargum durch die öffentliche Uebersetzung der verlesenen Bibelstücke entstand, nur der Pentateuch aber ganz verlesen und. daher auch übersetzt wurde, während dies bei. den Propheten nur mit einzelnen zu Haftarah's auserlesenen Stücken geschah. Zn der Lhat zeigt sich auch ein Unterschied darin, wie ein Thargum aus dem Pentateuch und wie ein solches aus den Propheten von den Thalrnudisten angeführt wird; fürjenes ist stehende Formel: wir übersetzen, was das Thärgum als bereits zun? Gemeingute geworden bezeichnet, während dieses meist im Namen R. Josef's angeführt wird (vgl. Ztsch II!. S. 249 u. 250). Auch Dialekt, Styl und Verfahren verdienen noch eine genaue Untersuchung ru Vergleichung» G. Vgl» Zunz a» a. O. S. .79. Anm. d u» Ztsch. III. S. 263 A. G»