Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nachträgliches über die Thargumim
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 128 (sequence 5)
- Language
- German
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128 Miscellen. Nachtkägliches über die Thargumim. babylonischen Übersetzungen*); nur Äe alte Ansicht, daß- Penta-- teuch und Propheten von zwei verschiedenen Verfassern herrühren, verleitete noch Hrn. I). Zunz (Gottesdienstliche Vorträge rc. S. 62) wird, was Winer de versioms kent. 8am. iudole p. 40 und . Uhlemann nicht wußten) und im Späthebräischen selbst sich Lhamid 2, 5, wie alle Erklärer außer 'Arukh Lesen, gleich schätzen, vermuthen, findet, verdauen, dasselbe Wort mit verzehren, ist, und sie häufig ungewiß sind, wie die Wörter zu lesen seien, ob mit Ales oder 'Ajin, wie ob oder ss Festtag .('Abodath Clilim Anfang), ob oder ^2^^,('Erubin e. 5) u. dgl. — Die ganze Äermuthung beruht aber auf der Voraussetzung, daß Akylas oder Akilos und Onkelos oder Ankelos ein Name sei wegen der Lautähnlichkeit und weil die Sagen, welche die Palästinenser auf Akilas übertragen, von den Babyloniern dem Onkelos nacherzählt werden. Was nun Letzteres betrifft, so ist es natürlich, daß umlaufende Sagen in jeder Gegend dem unter ihnen bekannten Uebersetzer beigelegt werden, eine Identität der Personen damit aber nicht im Geringsten erwiesen wird. Was aber die Lautgleichheit betrifft, so ist diese noch fern genug, und wenn sich Nachweisen ließe, daß Onkelos — oder wie das Wort sonst auszusprechen sei — ein wirklicher Name ist, so fiele die ganze Hypothese. Dies läßt sich aber, meiner Meinung nach, sehr gut zeigen. ist nämlich nichts Anderes als Ni eolaus mit dem so gewöhnlichen Alef prostheticum und wirklich Name eines'Proselyten, der diesen sonst unter den Juden nicht vorkommenden Namen trug. Nicolaus und Jonathan mögen also allerdings die Grundlage zur Paraphrase des Pentateuchs und der Propheten gelegt haben, diese dann im Munde der babylonischen Lhurgamans in der Gestalt fest geworden sein, wie wir sie nun haben, während man in Palästina vielleicht den Gebrauch des Thurgaman gar nicht so festhielt, weil das Hebräische dort mehr allgemein bekannt war, oder wenn man sich einer Uebersetzung bediente, die vorhandenen griechischen, welche dort verständlich waren, Zur Hand nahm (vgl. auch Rabbiner V. Frankel; Vorstudien zu der Septuaginta S. 56—58). Die jerusalemischen Thargume rühren, wie bekannt, aus viel späterer Zeit her« s G. *) Vgl. Napoport Ln Kherem Cemed.V.» 224 und VI., 222. G.