Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nachträgliches über die Thargumim
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 127 (sequence 4)
- Language
- German
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Miscellen. Nachträgliches über die Lhargumim. 127 8. Die chaldäischen Paraphrasen zum Pentateuche..und zu den Propheten, die unter den Namen Onkelos und Jonathan vorhanden sind, bilden demnach eine zusammenhängende Reihe von tung erlangt, welche spater Onkelos beigelegt wurde, und doch fiel es später niemals Jemandem ein, hiese wörtlich bei einer neuen Übersetzung zu übertragen, sondern sie wurde höchstens gewissenhaft berücksichtigt, und da hatte Onkelos die zur Autorität erhobenen thalmudischen Deutungen ausgenommen, was Aguila nicht gethan. Zn diesem Umstande liegt aber, wie Lurz. richtig bemerkt, die zweite Schwierigkeit, an die Abhängigkeit der einen Üebersetzung von der andern zu glauben; es fällt Onk. z. B. nicht ein, das hebr. 2^, wo es den Akk. bezeichnet, mit 2^ zu übersetzen, wie dies Aquila thut durch — Aber auch die Modification, mit welcher Luzz. sich dieser Ansicht anschließt, bleibt bedenklich. Die oder ein Palästinenser sollte durch die oberflächliehe Vergleichung der in Babylon herrschenden Thargume mit , denen des Aquila (und Theodotion) die Babyl. veranlaßt haben, diese Namen, die ihnen durchaus nicht als Uebersetzer bekannt gewesen, ganz ohne Bedenken, ihre , eigne Traditionen . — die sie doch gewiß wohl Mich über die Thargume gehabt . haben müssen — ausgehend, sich anzueignen, dabei aber doch mit den Namen nach Willkür verfahrend, Mylas in Onkelos oder Arskelos, Theodotion gar übersetzend und in Jonathan verwan- , delnd, während die Palästinenser die Aussprache Ankelos oder , auch Ankylos gar nicht gekannt, den Theodotion aber gar nicht erwähnen? Um erstere Namenverwechselung zu erklären, will Luzz. freilich die Ursprünglichkeit.des Nahens Ankylos annehmen; allem abgesehen davon, daß die Vabylonier ja den Namen nicht unmittelbar von den Griechen erhielten, also ihn in der vermittelten Gestalt, die ihm die Palästinenser bereits gegeben, anfneh-- rnen mußten, ist Ankylos. kein Name, aber wohl Afylas, der sich auch Nomerbrief 16, 3 findet, und es ist ja undenkbar,, daß die Griechen sich bestimmen ließen, einen Namen nach der von den palästinensischen Juden worgenomrnenen Corruptio.» umzuwandeln. Daß die Palästinenser den Namen Akylas vorn mit schrieben, darf uns nicht wundern, wenn wir sehn, daß auch andere griech. Wörter in der Weise ausgenommen werden, wie oder ^2^, in den Dialekten, nament- ' lich im. Samaritanischen und Zabischen dies ganz gewöhnlich ist (woher auch die samaritanische Uebersetzung von 2^ 1 M. 37, . 25 und W, 11 mit ^2^ gleich dem thälm. ^22!) erklärt