Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nachträgliches über die Thargumim
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 3)
- Language
- German
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X 126 Miscellen. Nachträgliches über die Thargumim. beide als treffliche griechische Übersetzer, nur ersterer mit größerer, ' letzterer mit geringerer Treue, bekannt waren. , Eine solche Benennung mag auch von dm Palästinensern herrühren, die, gewöhnt an mehr mit Aggadah's überladene Paraphasen, die ihnen bekannt werdenden babylonischen Thargume, wegen der größeren Schmiege samkeit an den Tert, denen des Aquila und des Theodotion gleichstellten. Die babylonischen Gelehrten, denen Aquila. und Theodotion nicht bekannt waren, verstanden nun bald unter den ihnen geläufig gewordenen Namen Onkelos und Jonathan , den vortheilhaft bekannten Proselyten und den berühmten Schüler des Hillel. Wenn daher Huet in seiner Schrift: äe 6luri8 interpretilE sagt: Hui Onkelon et ^onatirrmem, alil^uu kortu886 nominum 8iniilitucline 6u.eti,i ^uilum et Hibociotionem tui886 volnrit, donam Ü8 mentem pree^mur, so mag dies gegen jene Annahme gelten, welche behauptet, Aquila und Theodotion seien identische Personen mit Onkelos und Jonathan, aber keineswegs, gegen die unsere, welche den chaldäischen Paraphrasen jene Namen blos unterlegen läßt. — Die ursprüngliche Form des Namens und scheint mir aber — wie bereits in meinem?roIoZ0lN6lü ete.S. 79 Anm. erörtert worden 7— zu sein dessen Bedeutung ist:, krumm,, verdreht^ die Palästinenser bildeten das Wort mit geringer ^Umänderung zu einem semitischen, den gleichbedeutenden Stamm unterlegend und daraus machend, woher dann der Name (lat. ^<quiln), während die Babylonier sich an den ursprünglichen Laut des erotischen Wortes hielten und schieben. *) Indem ich der von Nap. uuh Luzz. aufgestellten Ansicht von der späteren Beendigung der Thargume in der Form, wie wir sie vor uns haben, beistimme, scheint mir doch die Annäherung von Akylas an Onkelos nach beiden verschiedenen Modifieationen, wie sie von den zwei verschiedenen Gelehrten angenommen wird, ungeeignet. Das chald. Thargum als eine Tochterübersetzung von der des Aquila mit Nap. anzunehmen, erscheint schon von vorn herein unglaublich; wann hätten Juden, die mit dem Originale so vertraut waren , je sich der Krücke einer früher« Uebersetzung in eine andere Sprache bedient, um dasselbe in die ihnen nun geläufige zu übertragen? Die des Aquila Hat niemals die Bedeu-