Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nachträgliches über die Thargumim
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 2)
- Language
- German
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Miscellen. Nachträgliches über die Thargumim. 125 dK Schriftstellers demnach gerade die angegebene Lehre in Zweifel zieht, klassisch ist auch die Accentuirüng der Stelle Zachar. 14, 18. Es ist augenscheinlich, daß zwischen V. 18 u. 19 ein Stück fehlt, welches ausdrückte, mit welcher Plage Gott die Egypter, deren Boden keines Regens bedarf, heimsuchen werde, wenn sie die jährliche Wallfahrt nach Jerusalem unterließen. Durch das Athnach unter deuten die Accentuatoren die Lücke an, worin sie -- wie oftmals — mit dem Paraphrasten, der die Worte: 21^ hinzufügt, übereinstimmen. Und dieses Verfahren fand ich in der ganzen Jnterpretationsweise des Nabbinismus in gleicher Weise befolgt. 2. Onkelos stand mir nun nicht mehr isolirt, und sein -Name ward mir mehr eine mythische Bezeichnung, als daß er eine bestimmte geschichtliche Person vertritt.- Schon längst hat mir Napopwrt die Ansicht brieflich mitgetheilt — die er nun auch öffentlich angedeutet (vgl. Kherem Chemed V. 223, VI. 24, 213, 221) —, Aquila und Onkelos seien identisch, die Verschiedenheit der Namen aber rühre blos von der verschiedenen Aussprache der palästinensischen und babylonischen Juden her, wie denn in der That der jerusalemische Thalmud dasselbe von Akylas erzähle, was der babylonische von Onkelos, es seien demnach die griechische, nach Aquila benannte Übersetzung und die chaldäische nach Onkelos benannte von einem Verfasser, oder die letztere sei nach der ersteren bearbeitet und zwar in den babylonischen Akademieen in ihrer gegenwärtigen Form festgestellt worden, Die Identität des Aquila und Onkelos ist mir aber schon aus dem Grunde nicht annehmbar, da erster er bekanntlich sich mit peinlicher Genauigkeit an den Muchstaben bei seiner Übersetzung hält, welchen letzterer sehr häufig verläßt, und daher denke ich mir die Entstehung des Namens „Onkelos" für die Pentateuch- und des Namens „Jonathan" für die Proyhetenübersetzung ungefähr auf folgende Weise. Sowie die Alexandriner, um die .Autorität ihrer griechischen Übersetzung zu erhöhen, dieselbe auf siebenzig Älteste, welche vom Hohenpriester zum Behufe der Übersetzung nach Alexandrien gesandt worden, zurückführten und diese Fabel noch weiter ausschmückten: so führten auch die Babylonier die in ihrew Händen befindlichen Übersetzungen auf OElos — Aquila und Ä zurück, welche