Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 1 · p. Seite 117

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 1
Article
Neue Beiträge zur Geschichte des Streites über das Studium der Philosophie in den Jahren 1232 bis 1306 [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 117 (sequence 36)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2929020-2929041-2929043-2932045--2755-2932180
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Streitschriften über das Studium der Philosophie. 117 Unterdessen' zog Levi doch aus Ssul.'s Hause, womit aber, wie natürlich, der Streit nicht beigelegt war, vielmehr wurde Add.'s Entscheidung über das Löwenbild noch immer tadelnd besprochen. Ein Schüler Add.'s 'aus^ jener Gegend, Salomo b. Abraham, macht ihn auf Beides aufmerksam, fordert ihn auf, dem Sful. zu danken, dass er Levi habe ziehen lassen und bittet ihn um jene Entscheidung. Add., die Zögerung seiner Antwort mit Überhäufung von Geschäften und Altersschwäche entschuldigend, lehnt Ersteres ab, weil es nicht schicklich sei, für eine Sache, die sich von selbst verstehe, Dank zu sagen, zumal'Ssul. jetzt wegen des Todes seiner Tochter in großer Bekümmerniß fei; wegen letzterer bezieht er sich auf sein Gutachten an Abbamari, nicht beachtend, daß man daraus Gründe zum Tadel gegen ihn entlehne, indem es ihm nicht um das ^Lob der Menschen, sondern um Gottes Sache zu thun sei. Die heftigen Äußerungen Add.'s, von denen man wußte, daß sie namentlich durch Abbam. veranlaßt seien, verbreiteten sich nun überall und erregten in dem größten Thelle der dortigen Bevölkerung Unwillen, namentlich in Perpignan, wo sich drei verschiedene Urtheile bildeten; die Einen mißbilligten das Ganze, die Andern meinten, Add. hätte den Tadel nicht so im Allgemeinen über die Provinz anssprechen und sich blos aus die wirklichen Abtrünnigen beschränken sollen, noch Andere aber freuten sich des Schrittes, die Meisten aber vereinigten sich jedenfalls in bitterem Tadel gegen Wbamari. Dies theilt ihm ein mit ihm Befreundeter und Verschwagerrer*) aus Perpignan, Moscheh b. Samuel b. Äscher, mit, und wenn auch mit ihm übereinstimmend, wünscht er doch den Verlaust der Sache genau zu kennen, um daraus Vertheidigungsgründe für ihn entnehmen zu können. Auf diesen am 29. Mul (64, September 1304) angelangteu Brief antwortet Abbam. ausweichend, es sei sicherlich nicht die ganze Bevölkerung gemeint, er habe nur Add. über das Löwmbild angefragt und dabei gelegentlich die Gebrechen Einzelner zur Sprache gebracht. Unterdessen war durch einen Botenaus Barcelona ein Schreiben von dort, von Addereth und allen dortigen Gelehrten unterzeichnet, an die Gemeinde zu Montpellier angelangt, das Abbamari und *) Siehe S. 84, I. 14.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.