Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 1 · p. Seite 116

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 1
Article
Neue Beiträge zur Geschichte des Streites über das Studium der Philosophie in den Jahren 1232 bis 1306 [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 116 (sequence 35)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2929020-2929041-2929043-2932045--2754-2932179
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

116 n Recensionen. in Perpignan nicht vorkämen,-wenigstens enthielten dieselben — er wisse nicht, ob aus Scheu vor ihm— nichts Irreligiöses. Er, als Übergestedelter, könne Nichts Lhun und könne nur rathen, daß Add. einen Bann ausspreche gegen das Studium der Philosophie unter dem Mer von-30 Zähren, m den man gewiß diesseits einstimmm, was das beste Heilmittel sein werde. Vonfas belobt in seiner Antwort kurz feinen Bruder, aber Add. meürt keineswegs, daß diese Mengerei von Philosophie und Religion zu allen Zeiten gewesen sei, auch finde sie sich bei ihnen nicht, auch sei Ssulami, den er nicht minder als einen höchst vortrefflichen Mann kenne, nicht zu vertheidigen, daß er den Ketzerlehrer Levi ausgenommen; mit dem Banne, den er auszusprechen anräth, möchten aber doch dortige Gemeinden vorangehn. Auch an Ssulami selbst wendet sich Add., ihn, den er als einen Gläubigen und Verehrer des Gesetzes kenne, vor der Philosophie, dem von ihm aufgenommenen Levi und/der Übeln Nachrede, welche dieser Schritt ihm zugezogen, warnend. Ssul.'s Antwort wird uns nicht mitgetheilt, doch erfahren wir gelegentlich^), daß darin Levi in Schutz genommen wurde, indem in dessen Schrift blos etwa die einzige anstößige Stelle vorkomme, das Schlußmem und Ssamekh in den Gesetztafeln sei nicht wunderbar, sondern vermittelst künstlicher Vorrichtung darin erhalten worden. Er scheint auch den Levi veranlaßt zu haben, selbst ein VertheidigungsschreLben an Add. abzuftnden, das uns zwar auch nicht gegeben wird, von dessen Inhalte wir aber in Add.'s Antwort so viel erfahren, daß Levi nachweist, er habe bereits hinlänglich mit Thalmud sich beschäftigt, um auch der Philosophie nahen zu dürfen, und Stellen aus seiner Schrift beilegt, die den Haß. Add.'s zu beschwichtigen geeignet sind; allein Add. steht sich dadurch keineswegs befriedigt, grollt vielmehr in seiner Antwort nach wie vor über das Studium der Griechen, gegen das er die dortigen Häupter schon Ln Bewegung bringen werde, räch ihm, wie früher sich ausschließlich dem Thalmud zuzuwenden, er solle doch ja nicht glauben, die Thorah mit philosophischer Stütze befestigen zu wollen, die stütze sich schon selbst, er aber solle in sich gehn und dm Pfad seiner Väter wandeln. S. 96 oben-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.