Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 1 · p. Seite 115

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 1
Article
Neue Beiträge zur Geschichte des Streites über das Studium der Philosophie in den Jahren 1232 bis 1306 [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 115 (sequence 34)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2929020-2929041-2929043-2932045--2753-2932178
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Streitschristen über das Studium der Philosophie. 115 noch einen andern Bekannten auf.. Sein College, Don Bonsas (Bonifaz) Vidal in Barcelona, hatte einen Bruder in Perpignan *), Don Kreskas Vidal, und auch diesen bemühte er sich für die Sache zu Lnteressiren. Add., und Bonsas wenden sich an denselben in zwei besondern Schreiben, ihn auffordernd., dem philosophischen Unwesen Einhalt zu thun, und Bonsas trägt sehr starke Farben auf, indem er aussagt, er seien dort Leute, die Thoräh und Gesetze gering achteten, mit Fett und Blut die Menschen versündigten, Ssukkhah, Lulab und Thefillin für profan hielten, das Erlaß- und Jubeljahr thöricht nenneten, die Wunder vom Fallen .des Manna und Spalten des rothen Meeres natürlich auffaßten, die Mischung von Stoffen zu Kleidern wie der verschiedenen Thiergattungen als unwesentlich betrachteten und Offenbarung leugneten; daß gegen solche Menschen nun sein Bruder nicht auftrete, wundert ihn höchlich. Kreskas wundert sich seinerseits in seiner Antwort über das Aussehn, welches plötzlich jetzt das Studium der Philosophie veranlasse, da doch "solche Abwege schon sehr bange betreten würden. Sie hätten aber vielleicht besonders Samuel Ssulami im Auge, der jetzt den Philosophen Levi in sein Haus ausgenommen habe; allein jener Mann sei ihm hinlänglich bekannt als ausgezeichnet an Frömmigkeit und Wohlthätigkeit, der habe gewtß.keine irreligiöse Absicht mit diesem Schritte. Auch Levi selbst sei ihm wohlbekannt als tüchtiger Thalmudist, dessen Gesinnung übrigens nicht leicht zu errathen sei, dessen Schriften er auch nicht zu Gesichts bekommen habe, Ssulami aber, den er ängefragt, rühme ihn als einen durchaus wackern und frommen Mann. Bei so widersprechenden Urtheilen lasse sich kein Urtheil fällen, obgleich an. ihm zu tadeln sei, daß er aus Mittellosigkeit Unterricht in der Philosophie ertheile an Leute jedes. Alters. Zn Montpellier habe ihm freilich Todros de Beaucaire die Schrift eines Philosophen gezeigt, welche die ganze Bibel in Symbole auflöse, und diese sei von dem Sohne nach dem Tode des Wfrs. in Abschriften verbreitet worden; vielleicht daß Dies der Gegenstand der Anklage sei.. Oder auch die philosophischen Verträge von jungen Leuten, die übrigens S. 47 Z. 17 ist st. S. 177 Z. 1. zu lesen vergl. 3*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.