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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 1 · p. Seite 113

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 1
Article
Neue Beiträge zur Geschichte des Streites über das Studium der Philosophie in den Jahren 1232 bis 1306 [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 113 (sequence 32)
Language
German
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Streitschriften über das Studium der Philosophie. 113 Abbamari selbst gesteht zu, daß der buchstäbliche Sinn sich mit dem gesunden Verstände nicht vertrage; der Redner mag freilich einige Bibelstellen in gleicher Weise in seinen Vortrag hineingezogen haben, dachte aber keineswegs daran, Abraham und Sarah aus der Geschichte zu streichen und an ihre Stelle die philosophischen Abstraktionen von Form und Stoff zu setzen. Jedoch wir fahren in unserer Erzählung fort. Addereth ist in seiner Antwort an Abbamari über die dortigen Gelehrten sehr erbittert, wundert sich auch, wie Abbam. noch das Studium der griechischen Philosophen in Schutz 'nehmen könne, da von diesen alles Unheil herkomme und die Gewöhnung an das- Naturgemäße von dem Übernatürlichen so sehr abziehe, daß die Anhänger der Philosophie den Wundergläubigen für einen albernen Thoren hielten. Nur wer sich erfüllt habe von Thorah und Thalmud, könne ihnen unbeschädigt nahen, wie auch Maim. alle andern -Wissenschaften nur „ als Salbenmischerinnen, Köchinnen und Bäckerinnen" ausgenommen Habe. Diese Leute aber, wenn sie-much wüßten, die Schriften seien von Ungläubigen verfaßt,- folgten ihnen ja doch ganz blindlings und seien eben dadurch zu jenen symbolischen Erklärungen gelangt, in Abraham und Sarah Form und Stoff, in den zwölf Söhnen Jafob's die zwölf Sternbilder, in 'Amalek die Leidenschaft, in Lot den Geist und in seinem Weibe den todten Stoff, der dann auch zur Salzsäule geworden, zu erblicken — was ihm das Gerücht wohl anderweitig zugetragen hatte. Diese Menschen müßten von unauslöschlichem Feuer heimgesucht, Seele und Leib vernichtet werden. Nun begreife er aber nicht, wie die Frommen dort solche Verträge duldeten, die freilich nicht die Höchsten Geheimnisse enthüllten, da in jenen gar Nichts von diesen zu finden, die aber krassen Unglauben verbreiteten. Der Verbrecher, welcher so sich vergangen, möge von Schmerzen heimgesucht werden hier und dortj er beweise durch sein Verfahren hinlänglich, daß er nicht von Jakob, auch nicht von Esau und Jsmäel d sondern von Dämonen. Er antwortet dann kurz nochmals über das Löwenbild und in einem zweiten Schreiben, auf die andern thalmudischen Anfragen, legt aber noch ein Zettelchen ein, dSs blos für die. Eingeweihten bestimmt war, während die andern Schreiben veröffentlicht werden sollten, worin er über „den alten König" —> Jnd. Zeitsch. V. Bd. 8

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