Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Neue Beiträge zur Geschichte des Streites über das Studium der Philosophie in den Jahren 1232 bis 1306 [Rezension]
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 112 (sequence 31)
- Language
- German
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112 Recensionen. erzählt: Unter den seltsamen Aggadah's des Thalmuds findet sich (Vaba bathra 98 u), auch folgende: „N. Vanaah bezeichnete die Grabeshöhlen (um die unreinen Stätten genau anzugeben); als er an die Höhle Abraham's kam, fand er den Elieser, Abraham's Knecht/ an der Thüre stehn. Was Lhut Abr. fetzt? fragte Vam, er liegt in Sarah's Schooß, die ihm den Kopf Nachsicht, lautete die Antwort. Geh hinein, sprach jener, sag ihm, Ban. stunde an der Thüre. Er mag kommen, sprach Abr., es, ist ja bekannt, daß in dieser Welt keine Begierde ist.. Van. ging hinein, untersuchte und ging wieder weg." Schon der alte Isaak b. Ja'akob Alfaßi hatte an dieser Geschichte Anstoß genommen uud, nach damaliger Weife, die Geschichte einem Traumgesichte zugewiesen^);. die Nordfranzosen hatten freilich gar Nichts dagegen einzuwenden, Salomo Jizchäki aus Trohes (-Nasch!) findet/sich blos zu den zwei Bemerkungen veranlaßt, nur einem großen Manne wie, Vanaah sei es vergönnt gewesenem die Gräber solcher Frommen einzudringen, und ferner, Eli'eser, der Knecht Abraham's, gehöre zu den sieben Personen, welche lebendig ins Paradies eingetreten, und die Verfasser der Thoßafoth—denen Spätere folgen — finden hier nur einen Gegenstand zur Discussion, ob die Gräber Abraham's und Adam's — von dem im Verfolge dort auch die Nede ist —, als solcher, welche vor der Gesetzgebung gelebt, denn verunreinigten. Die philosophisch Gebildeten der Provence konnten sich natürlich mit einer solchen Stelle nicht befreunden; die Erzväter, sagten sie, sollten solch sinnlichen Zeitvertreib in der Ewigkeit haben?. Bewahre, das ist blos Bild und Gleichnis. R. Vanaah, ein denkender Mann, betrachtete den Zustand der Frommen im dieser Welt, die ihnen ja eine Höhle, und fand, daß selbst der reinste Geist wie Abraham, wenn er auch den empfänglichsten Körper habe, hier unter dem Bilde der Sarah, doch nimmer irdischer Mängel baar sei, immer in den Banden der Sinnlichkeit liege,, „in Sarah's Schooße schlafe ", bis er endlich ans der Höhle, dieser- Welt,, emporsteige zur ewigen Wohnung; die weitern Zuthaten betrachteten sie als Ausschmückung des im Gleichnisse vorgetragenen Gedankens. Man ^gefies sich damals in solchen, symbolischen Deutungen, und ^-Dessen. Gutachten vgl. NapyporL's Cl-cmariel A. 14.