Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Neue Beiträge zur Geschichte des Streites über das Studium der Philosophie in den Jahren 1232 bis 1306 [Rezension]
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 110 (sequence 29)
- Language
- German
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110 ' Recensionen. rechtmäßigen Herrn, den alten. Jakob, der noch nicht gestorben, verdrängen wolle in einem Lande, das Pflegestätte der göttlichen Lehre immer gewesen sei, wo die ächte Wahrheit und Weisheit ihren Sitz stets aufgeschlagen hielten, und das vom Strome des -lebendigen Wassers durchrauscht worden, daß dort setzt die Jugend den Geist sich aneignen wo.lle, der verborgen geblieben den Höchsten und Besten, dessen Spuren zu verfolgen nur den durch Alter und thalm. Gelehrsamkeit Gereiften gestattet worden. Doch was solle er in fernem Lande machen, wer werde auf seine Stimme hören? Die dortigen Frommen, an Gesetz und Lehre Anhänglichen müßten sich zusammenthun und mit Kraft und Muth einschreiten. Im zweiten Schreiben geht er auf das Löwenbild ein und setzt ausführlich aus einander, wie verwickelt der Gegenstand, wie sich Stellen dafür und dagegenin Menge anführen ließen, er eine vollkommen genügende Lösung der hiedurch entstehenden Schwierigkeiten nicht finde, aber mehr geneigt sein müsse, es zu gestatten. Abbamari's Hoffnungen waren hiemit nicht erfüllt, aber er gab sie damit noch nicht auf. Im Anfänge des (ersten) Schreibens volwAddereth erblickt er -— wie er in seiner Antwort sich ausdrückt — Blitze und zehrendes Feuer, wie von Sinai es ausging, das ebensowohl den Blödsichtigen erleuchte als. die, welche unwür- ' dige Opfer därbringen, vernichte, Sturm und Wetter, das alles seichte Gemächte wie die Spreu wegfege, erschüttert sei die Griechin vor der Gebieterin geflohen und die Griechenfreunde hätten sich furchtsam versteckt, allein zuletzt seien sie ermuthigt worden, da sie gesehen, daß der Stab ihm aus der Hand gefallen und er nicht einmal ein Wort auszusprechen wage. Wenn er aber, der große Lehrer, der die geschmückte Königstochter in seine Gemächer eingesührt, schweige und .sein Auge abwende, wer solle-denn austreten? Er spreche-übrigens keineswegs — wie er, das Thatsächliche unrichtig darstellend, in der Absicht Addereth zu ermuthigen, hinzusügt —, er spreche keineswegs gegen die Häupter seiner Zeit und Stadt, da hier im Gegentheile kein Riß eingetreten sei und Sarahs) keine Nebenbuhlerin habe, und sollte sich ein Abtrünniger unter ihnen finden, so werde bald Strenge gegen ihn angewandt- *) S. 31 3. 22 l. 0. NUN!? st-