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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 1 · p. Seite 109

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 1
Article
Neue Beiträge zur Geschichte des Streites über das Studium der Philosophie in den Jahren 1232 bis 1306 [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 109 (sequence 28)
Language
German
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Streitschriften über das Studium der Philosophie. 100 / " > - Heiturittel noch vorläufig nicht erkannt sei. Die Freunde Heller Ansichten Hielten sich meist an die letzte ausgesprochene Meinung und. spotteten über ein damals sehr gewöhnliches Verfahren, gegen Nierenkrankheiten das Bild eines Löwen ohne Zunge zu gebrauchen, welches zu bestimmten Zeiten anzufertigen sei, während Andere astrologischen Meinungen huldigten. Isaak de Lates, ein Arzt und Rabbi in Perpignan, in seinen Ansichten etwas schwankend, mit Addereth zuweilen in schriftlichem Verkehre*), fragt nun diesen an,, und dieser, die Verschiedenheit der Lhalmudischen Aussprüche in solcher Beziehung nicht zu lösen vermögend, kann das Verfahren nicht geradezu mißbilligen oder gar als götzendienerisch betrachten, und zwar umsoweniger, als auch Nachmanides sich dieses Mittels bedient hatte**) , was den Philosophen erwünschte Gelegenheit gab, sich über Nachm.' und Addereth lustig zu machen. Dies verdroß Abbamari b. Josef in Montpellier gar sehr, und klagend uyd anklagend wendeter sich an Addereth, diesem die üble Verfassung unter den Seinigen darstellend, „es sei ein hochmüthiges, über die Lehrer sich erhebendes Geschlecht, das die Zäune einreiße und Vermahnung wie Ermahner verachte, das Nichtiges, Ausländisches umfasse, Umdeutungen-der Aggadah liebe nach philosophischen Principien, sich bald in die Schriften Ebn Noschd's und Aristoteles' vergrabe, bald der Astrologie sich in die Arme werfe, den Grund und Kern aber vernachlässige, den Bund zerstöre und den Glanz der Thorah trübe." Da müsse Addereth, der Herrschaft und Stab zu führen habe, dem Niemand zu widersprechen wage, eingreiftn, die Empörer züchtigen und die Verführten zurechtweisen^ wenn er das Wort ausspreche, würden ihm die Großen der Provence als- , bald Beistand leisten. Aber auch sein Mißfallen über Ad.'s Entscheidung in Beziehung auf das Löwenbild unterdrückt er nicht, -gleichfalls der Meinung, daß die Erlaubnis', ein solches zu verfertigen, geradezu astrologischen Ketzereien zuführe. Darauf antwortet Addereth in zwei— offenbar ostensibeln — Schreiben. Im ersten spricht er seine Entrüstung darüber aus, daß der Araber, der Sohn der Magd, und der Grieche zum Herrscher werden, dm *) AddereLH's Gutachten N. 1249. **) Das. 167 u, 8Z5, vgl. hier S. 32.

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