Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Neue Beiträge zur Geschichte des Streites über das Studium der Philosophie in den Jahren 1232 bis 1306 [Rezension]
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 104 (sequence 23)
- Language
- German
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104 Recensionen. ihnen dabei gleichfalls eine Leuchte, da er ja im Grunde auch aü die Beweisführung für die Weltschöpfung so. großen Werth legt, diese Gegenstände als Geheimnisse betrachtet, die nur Eingeweihten mitzutheilen seien und übrigens sich so anhänglich allen Gebräuchen und Lehren des Judeuthums gezeigt, daß die aus seinen Ansichten gezogenen Folgerungen blos den Folgernden zur Last fallen. —? Doch gab es auch außer diesen, wie natürlich, Andere, und namentlich in dem päpstlichen Gebiete Venaissin und Avignon Viele, die jedes philosophische Denken schmähten, und gerne mit Feuer und Schwert darüber losfuhren. . . ' So die Provence. Spanien hatte unterdessen seine Physiog;lomieganz verändert) die eifrige Pflegerin der Wissenschaften, die rege Begünstigern: geistigen Aufschwunges war in Neligionsfehden verwickelt, und glühend ward vorr Mauren und Christen, voll denen erstere immer mehr sich zurückziehen mußten, letztere immer gewaltiger wurden., das Bekenntnis;, die religiöse Lehre und Satzung vertheidigt, Nicht mit den Waffen des Geistes .aber mit Eisen und Feuer, und wofür man im- Kampfe das Leben, ließ, das mußte auch im Leben uuverkümmert die Gewalt haben und nüchL verflüchtigt 'werden. Die friedliche Duldung, welche die hehre Wissenschaft gestattete,ff ja forderte, erschien bald als sündhaft, und was seiner Schmiegsamkeit und Schwäche wegen nicht airsgerottet. werden mußte, wurde doch feindlich behandelt. Das' fühlten die Bekenner des JudenLhums daselbst bald nur zu sehr, und mußten sie schon mit der ganzen dort herrschenden Zeitrichtung fortgerissen werden und auch ihrerseits an ihren Glauben auch in dessen untergeordnetsten An- und Aussprüchen sich anklammerns so trübte ihnen der beginnende härtere Druck noch umsomehr die Geistesklarheit. Die kühn emporstrebenden Söhne des „jerusatemisch'en Erils in Ssefarad" (Dbadiah 20) —- wie. die spanischen . Juden in hoffnungsreichem Ahnenstölze so gerne sich nannten — waren sehr demüthig geworden uud legten sich zu den äußern Banden, - in die sie geschlagen wurden,-auch innere an, Die pHilosophische'Richtung war zwar S. 19 und sein Büchlein (sogerrannt von dem Ort seiner Mstammttng LüneC Moud.stadt), das er mit aufnimmt L. 122-^30, - -