Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Neue Beiträge zur Geschichte des Streites über das Studium der Philosophie in den Jahren 1232 bis 1306 [Rezension]
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 22)
- Language
- German
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Streitschriften über das Studium der Philosophie. 103 genügend dafür-, der zweite Satz ist die Schöpfung aus Nichts, auch dieser werde von Philosophie und Offenbarung gleichmäßig gelehrt, der Erzvater Abraham habe sich durch die erstere davon überzeugt, Moses und das ganze Israel sei auf die zweite Weise desselben gewiß geworden, und mit diesem Satze sei die Möglichkeit der Wunder gegeben, und der dritte wesentliche Glaubensartikel ist die Vorsehung Gottes,- die zwar im Denken eines Absoluten Schwierigkeiten rege machet die wir aber mit dem Bewußtsein von unserer Beschränktheit im Denken und der Gewißheit, mit welcher Schrift und Nabbinen über die Vorsehung, die namentlich Israel zu Gute kommt, aus sprechen, Niederschlagen müssen. Die vielen einzelnen Erzählungen in der Schrift, namentlich über das Leben der Erzväter, dienen eben alle zur. Bekräftigung dieses Glaubens an die Vorsehung, die auch dadurch nicht erschüttert werden kann, daß die Güter auf Erden nicht nach Maßgabe des Verdienstes vertheilt sind. Bei andern Erzählungen -ist uns ebensowohl wie für viele. Gesetze der Liefere Sinn verborgen, da wir, vom heiligen Lande entfernt, nicht die zur Erfassung' desselben wöchige Klarheit der Erkenntnis haben, welche uns einst wiedergegeben wird^ vorläufig sind wir auf. das einfache Verständnis' der Gebote und die Kenntnis derselben in ihrem umfassenden Detail wie aus deren.Übung angewiesen. Der Jude, welcher ei-, neu andern 'Weg einschlägt, in der Vertiefung in die. Gründe der Gesetze das einzige Heil findet oder gar in den Glaubenssätzen, namentlich in Beziehung auf Wettschöpfung, den aristotelischen Annahmerr sich hingiebt, der ist ein Ketzer und schlimmer als Aristoteles, der, nicht von dem Lichte der Offenbarung erleuchtet, irren konnte und mußte, aber doch mit Ernst und Eifer den göttlichen Dingen , sich hingab Zrrd Treffliches, Beachtenswerches darin leistete, während der Jude seine - Schätze wegwirft, um ein Untergeordnetes sich dafür anzueignen. Die Philosophie ist aber lockend, und so ist das Studium derselben daher ein sehr gefährliches, von dem man zumal die Jugend zurückhalten müsse, was 'schon die Thal-' mudisten bei den höheren Gegenständen, obgleich ihre Lehrer Heroen des Glaubens waren, als Regel seststellren.^) Maimonides bleibt *) Vgl. besonders Ebcmrari's Einleitung zu unserer Schrift bis