Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Neue Beiträge zur Geschichte des Streites über das Studium der Philosophie in den Jahren 1232 bis 1306 [Rezension]
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 94 (sequence 13)
- Language
- German
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94 Recensionen. zu schärfster Gegenwehr , herausfordernd selbst diejenigen, welche dem Studium der Philosophie nicht hold waren, theils aus Einsicht in die gefährlichen Folgen, theils aus natürlichem Widerwillen dagegen, konnten doch ein solches rasche Verfahren gegen den ihnen selbst werthen, von der grosnm Menge der Zeitgenossen aber, wahrhaft verehrten M. nicht billigen, und .selbst die Fernstehenden und um ein eigentliches Geistesleben Unbekümmerten, - die französischen Gelehrten, welche durch den Nothruf, die Religion sei in Gefahr, sich zu dem übereilten Banne hatten verleiten lassen, kiesten bald ab, als sie durch Nachmanides — der selbst nichts weniger als den philosophischen Studien geneigt war, vielmehr der Mystik huldigte*) — und Samuel b. Abraham Sforta— der vielleicht, nach Nap.'s Vermuthung, auch unser Anonymus in 2. ist — auf die große Anerkennung, welcher Maim. sich erfreue, wie er sie auch verdiene, und auf die eigentlichen Streitpunkte, in denen die Gegner doch zu finster, Maim.- aber keineswegs dem Geiste - des Judenthums zuwider und sehr gehalten sich ausgesprochen habe, aufmerksam gemacht wurden. . Nur wenige Tieferblickende, die daher die Bedeutung des Streites keineswegs in den von Salomo und seinen Schülern angeregten Punkten erkannten, wie der oben bereits genannte Meir ha - Levi und Jehudah b. Jösef Elfachar in Granada, hielten noch bei den Gegnern, freuten sich des Schrittes, den diese gethan, wenn auch nicht aus denselben Gründen. Meir konnte wegen der Gesinnung, welche in Toledo herrschte, nicht so entschieden austreten, wie er gern mochte. Wer Jehudah, aus sehr angesehener Familie, selbst als Gelehrtem— er war Arzt — und vornehmer Mann sehr geachtet, dabei wirklich mit klarem Tiefblicke, den Gegenstand der Abweichung viel bestimmter erfassend als die Vertheidiger, und gerade deshalb, um nicht die Consequenzen zugeben zu müssen, sich gänzlich auf das Gebiet eines unvermittelten Glaubens zurückziehend, trat mit aller Schärfe des Geistes und mit aller Kraft und Gewandtheit der Darstellung auf die Kampfbahn.' Weit entfernt, eine ganze oder halbe Körperlichkeit *) Vgl. über dessen Stellung hei diesem Streite Meto CHyfnajim S. LIII. bis I.V. Änm. - - - - m