Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Neue Beiträge zur Geschichte des Streites über das Studium der Philosophie in den Jahren 1232 bis 1306 [Rezension]
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 12)
- Language
- German
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Streitschriften über das Studium der Philosophie. 83 mm; „dk Worte dieses Mannes, eifert er (zu §. 2.), kommen, meinem Bedrucken nach, nahe dem, welcher sagt, für die Körper gebe es keine Fortdauer (Wiederbelebung), aber, bei meines Hauptes Leben, das war nicht unserer Weisen Ansicht, die da sprachen-: , „die Frommen werden in ihren Kleidern auferstehen, was von dem Waizenkorne abzunehmen ist", die ihren Kindern befahlen, sie nicht in schwarzen Kleidern zu begraben, sondern in weißen, damit sie, wenn sie als rein befunden würden, auch in solchen wieder aufstehn könnten, ja, nicht Staub werden die Frommen, wie ein Trefflicher sich ausdrückt, sondern sie stehn in ihrem Leibe auf, mit ihren körperlichen Gebrechen stehn sie zwar auf, wie es anderswo heißt, werden aber dann geheilt. Das beweist wohl hinlänglich, daß sie in ihren Leibern lebendig auferstehn) vielleicht macht Gott ihre Leiber kräftig und stark, wie dm Leib der Engel und den Leib des Elias) die.Kränze (von denen der Thalmud sagt, daß die Frommen sie auf dem Haupte tragen) sind demnach ganz wörtlich und nicht bildlich zu nehmen". Und dann (zu §. 4.),' wo Maim. die Mahlzeit, welche, nach dem Thalmud, Gott den Frommen in jener Welt bereite, als sinnlichen Ausdruck für geistigen Genuß darstellt, sagt er: „wenn das die Mahlzeit ist, dann giebt es ja keinen Kelch, bei dem der Segen gesprochen wird (welchen aber der-Thalm. von David sprechen läßt)) ihm wäre besser gewesen, er hätte geschwiegen." Das greifen nuu Salomo und seine Schüler auch gierig aus) wird uns nicht, klagen sie in ihrem Schreiben an die Gelehrten Frankreichs, von diesem Manne ganz und gar die einstige Leviathansmahlzeit, der Wein, der in seinen Trauben aufbewahrt ist, die Semmel und die seidnen Kleider, welche aus der Erde hervorwachsen, die uns ganz zuversichtlich im Thälmud versprochen sind, werden sie nicht geradezu von - jenem Manne abgeleugnet? Ach, welcher Unglaube, welche verdammliche Ketzerei!— Nur noch' einen Punkt scheint er drüberhin aus dem Moreh berührt zu haben, der ihn: allerdings am Zugänglichsten war, nämlich die Gründe, welche Maim. im dritten Theile dieses Werkes den mosaischen Gesetzen unterlegt) er äußert blos sein Mißfallen darüber, ohne eine Discussion zu eröffnen. Solche oberflächliche Kühnheit mußte die Freunde philosophischer Studien, die Verehrer des Maim. aufs Tiefste verletzen und