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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 1 · p. Seite 95

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 1
Article
Neue Beiträge zur Geschichte des Streites über das Studium der Philosophie in den Jahren 1232 bis 1306 [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 95 (sequence 14)
Language
German
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IRI
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Streitschriften über das Studium der Philosophie. Vü Gottes zu vertheidigen, im Gegentheile anerkennend, daß die Schrift darüber dm festen Kanon aufstellte, daß Niemand Gott schauen könne und keine Gestalt von ihm zu sehen fei, demnach andere Stellen, die ihm Körperliches beilegen, nach diesem Kanon als. bildlich aufzufassen seien, dem thalmudischen Werke Mischneh Thorah wie manchen Abschnitten des Morch gebührendes Lob zollend, auch Mann, selbst, wegen seiner Irrthümer und seiner philosophischen Ausschreitungen entschuldigend und von seiner Größe mit Ehrfurcht erfüllt, tadelt er bitter den ausgestellten Satz, als müsse der natürliche Schriftsinn einer mitgebrachten philosophischen Überzeugung weichen, so daß dem Maim. sogar die Ewigkeit, des Urstoffes unter gewissen Bedingungen-annehmbar gewesen wäre, während ja die Schrift und die griechische Philosophie, deren Beweise der trüglichen Sophistik unterworfen, in ewigem Streite begriffen seien, die Ewigkeit des Urstoffes aber geradezu den wichtigsten religiösen Wahrheiten entgegen sei und die Heiligkeit des Sabbaths untergrabe, tadelt er ferner das Streben, die Wunder in den natürlichen Laus der Dinge zu zwängen und sie nur in seltenen Fällen zuzugeben, während die Schrift die Wunder , als solche betrachtet wissen wolle und die Zugabe eines Wunders den Naturlauf nicht minder zerreiße, als eine große Anzahl von Wundern, jene Erklärungen aber offenbar den Schriftstellen, unleidlichen Zwang anthun, ist' er entrüstet darüber, daß man Maim. fast über die Propheten setze,, während nicht aus den Mann, sondern auf die Sache zu sehen und diese objektiv unbedingt verwerflich sei. Daher sind ihm Salomo und seine Schüler, die das kühne Wort auszusprechen gewagt, treffliche Männer, die alle . Anerkennung verdienen. — Allein nur wenige standen auf dieser Seite, und mit nicht geringerem Eifer wirkten die. Bertheidiger, namentlich die Gelehrten der Provence, ein Theil derer in.Montpellier, die in Lünelund Narbonne, als deren Apostel David b. Josef Kimchi auftrat. Ohne tiefer in die Sache einzugehn, traten sie blos als Wertheidiger freier Forschung und als'Verehrer Maimonides' auf und legten der unbesonnenen Kühnheit Salomws und seiner Schüler den Zügel an, indem sie dieselben in Bann legten, bis sie von ihrem Beginnen nachließen, und für diesen Schritt auch die Gemeinden Arragonims, Navarra's und Castilien's zu gewinnen

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