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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 1 · p. Seite 85

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 1
Article
Neue Beiträge zur Geschichte des Streites über das Studium der Philosophie in den Jahren 1232 bis 1306 [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 85 (sequence 4)
Language
German
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Streitschriften über das Studium der Philosophie. 85 Erzählungen von den Wundern, welche N. Jsniael und R. 'Akiba. gesehen und die Chanina b. Doßa verrichtet habe, seien ihnen volle-- Wahrheit gewesen, wie auch er daran nicht zweifle und den sehnlichen Wunsch habe, seine Schüler möchten diese Ansicht theilen, nur -Nab Samuel Gaon und Ähnliche, die viele nichtjüdische (philos.) Schriften gelesen, hätten den Frommen die Wunderkrast entziehen wollen, was er aber, entschieden mißbillige ^). Heit, schreibt er dem damals in Spanien blühenden Samuel, dem Fürsten, Heil erlangt der Mensch nur durch das Studium der Mischnah und Gemara, sie führen zu Gottesfurcht, allen erhabenen Eigenschaften und zur Befolgung der göttlichen Gebote, und wer mit ihnen sich beschäftigt, ist zugleich den Unwissenden ein sicherer Führer zum Heile) jene anderen Studien aber führen zum Abfalle und zur Verwirrung, und das Vorgeben, als leiteten sie erst zur rechten Erkenntnis' Gottes an, ist ein'trügerisches, das Dich nicht irren möge) nicht minder warnt er anderswo vor dem Studium der Logik* **). Obgleich nun Hai den Vernunftgebrauch, dem Thalmud gegenüber, durchaus perhorrestirt und gläubig alle auch in der Aggadah mitgetheilten Ansichten und Wunder annehmen will, so ist er doch von den Zeitansichten bereits zu sehr insluirt, um sich ganz unbedingt solchem Glauben in die Arme zu werfen, und es zeigt sich daher ein merkliches Schwanken bei ihm. Zuerst kämpft er blos gegen Erklärungen der Aggadah, welche diese ihres wörtlichen Sinnes entkleiden und sie mit den subjektiven Ansichten in Übereinstimmung bringen wollen, ohne damit noch zu behaupten, daß diese aggadischen Angaben bindend (i°l2^) stien, dennoch aber kann er sich nicht enthalten, dieselben etwas zuzustutzen. Wenn es heißt, vier seien in das Paradies gegangen, wovon Einige die dortigen Wunder geschaut und geblendet worden,. Einer ' an dortigen Pflanzungen sich vergriffen und nur R. 'Akiba wieder Bei Chabib in 'En Ja'akob Chagigah e. 2 10. **) Vgl. Mel» Chofnajim S. HII—I.V Anm.) auch Isaak b. Samuel aus 'Akkho in Meirath 'Enajim zu Wasischlach führt die Stelle so an, wie Herr Heymann Michael Ln Hamburg an Hrn. I). Zunz mittheilte. Uebrigens hat Josef Ja'beZ und vielleicht auch Chabib diese Stelle des Hai wahrscheinlich aus Minchath Kennaoth. —

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