Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Verhältniß des natürlichen Schriftsinnes zur thalmudischen Schriftdeutung
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 62 (sequence 10)
- Language
- German
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62 IV. Das Verhältniß des rmtürlkchen: Schnftsinnes' hier nicht weit zu gehn, um. Belege für diese Behauptung aufzufinden. Bleiben wir 'beim Anfänge der Mischnah, - beim Anfänge des Traetats Berachoth. Da finden wir.nähere Angaben über das tägliche zweimalige Lesen deS Abschnitts Schema' (5 M. 6, 4—9) mit den dazugehörigen zwei anderer: Abschnitten (5 M. 11,13—21) 4 M. 13, 37-—41). Daß überhaupt diese -Abschnitte, und zwar täglich zwei Male gelesen werden sollen, wird' vorausgesetzt) dafi man sich dies in seiner vollen Bestimmtheit, als in der Bibel geboten .gedacht habe, nämlich so daß gerade die bezeichnten Abschnitte zu. lesen seien/ dies geht nirgends auS den Worten der Mischnah hrrvor^), vielinehr schienen die "Abschnitte, in welchen die Ermahnung enthalten ist, die Worte der Lehre, sich wohl zu Herzen zu nehmen, sich mit ihnen zu beschäftigen, „wenn MM im Haust weilt, und auf dem Wege geht, sich niederlegt imd aufsteht," und sie den Kindern .einzuschärfen, sehr -wohl geeignet, beim. Beginne und am Ende des Tages gelesen zu werden, und man glaubte, so ersterer von „N. 'Mba" an und in letzterer von „N. Joße" an — ein späterer Zusatz sein; ohnedies hat sich in manchen Ausgaben in die letztere Stelle noch ein anderer Zusatz eingesch liehen, vgll. Kherem Chemed VI. S., 121. — -Dell Millwand aber,' daß doch jedenfalls 'Akiba und Ioße Mischnahlehrer sind und, sollten auch ihre Worte nicht in der Mischuah stehn, hoch immer die ' Ansicht und «das Deututtgsverfahren dieser Zeit an ge hört, wird - wohl Keiner ailswerfen, der mit der Art, in welcher die Nameir älterer. Lehrer ur spa-ern Schriften angewandt Werdens vertraut . bist; theils wurden nämlich ihre Worte , wenn auch.die Ansicht von ihnen herrührt., ganz umgestaltet nach der ÄnschairnUgsweise der spätern. Zeit, bald erfuhren sie Zusätze rmd Väld."würdM.Ee auch V . mit ganz neuen Meiuchrgeu beschenkt, anchie siesnio gedachst, wie Ms bei bem; mündlichen Unterrichte, der Möhre Geschlechter hindurch traditionell fortgeht,' und bei demsiilchtstweekten Mtischen , Sinne nicht anders zu erwarten ist. Diese Bemerkung nnlß nran V, bei mehren Stellen bieses Aufsatzes L.,1.1 AugeIaö düst's sts Selbst die Gemarw.behauptet, das Schemastese»' sei-stich-.vrcht-L- -"-Msches' GeboM hingegen das Reeitix'e.n. d.e.spdarchuMgenden Gebetes ' d. h. die.ausführliche Erwähnung der Wrrnder und' Gnade Gottes im Allgemeinen und-nanrerltlich bei dem ' -'-Putze ^aüs^-EMptem, -sei(biblisch^) st '