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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 1 · p. Seite 59

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 1
Article
Das Verhältniß des natürlichen Schriftsinnes zur thalmudischen Schriftdeutung
Date
1844-01-01
Page
Seite 59 (sequence 7)
Language
German
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zur thalmüdischerr Schrrftdeuwng^ rEine? SkiM L9 Men'.als ' gesetzlich' Anerkannte auch in -der ' Bibel enthalten -sei, Hie Gelehrten selbst, welche die.Bibel kannten: nick>e.m Bewußtsein hatten über die llnv.ollständigkeit derselben, gegenüber der Wettern Ausbildung, welche nun die Gesetze gewonnen, mußten doch den .Wunsch hegen , ln der Bibel wenigstens Andeutungen für. dasspätere Detail zu finden , rnw namentlich - wenn Verschiedenheit der Ansichten sich'geltend, machte, mochte eine jede Ansicht eine Stütze in dem Vibelworte für sich nusstchen. War die Gesetzübung — sogschtoß...man — bis m die feinsten Nuancen hinein, wie sie nunmehr porgeschriebeu war, das Wesentliche der Religion, so tonnte ja auch die Bibel sich nicht mit den allgemeinen Umrissein der Gesetze begnügt und die so höchst wichtige Füllung derselben übergangen haben. War man. einmal auf diesem Wege, so bot die äußerliche Ansthauungsweist, wie sie herrschte, auch die Handhabe dar, in den Bibel mehr zu - finden j. - als - ürsprünglich in ihr stand, man verfuhr auch in der Erklärung äußerlich, und nicht der Zusammenhang und der ganze Sinn der Stelle blieb entscheidend, sondern die äußere Strnctur, die einzelnen Worte wurden mit Vorliebe berücksichtigt, und aus allem Einzelnen hielt man sich für berechtigt, Folgerungen Zn ziehen, wenn sie auch bei richtiger Betrachtungsweise nicht darin lagen. Erst in seinen Anfängen zeigt sich dieses Verfahren in,der Mischnahs im Allgemeinen verlangt sie reine Herleitung der Bestimmungen aus der Schrift, und geht sie auf eine Discussion ein, so führt sie diese mehr auS der Sache selbst und deren Evseguenzen als'auS Schristwwrten, aber dennoch tHut sie auch letzteres und-zeigt, sich dann schon scharf an dem Buchstaben haltend, wo derganze Sinn es nicht gestattet,- ja sie geht, auch zuweilen darüber hinaus und preßt selbst das Wort, üm aus ihm eine Bestimmung zu erzielen, die in ihm nicht liegt, nur daß sie nicht ganz willkürliche Eombinatiouen anstellt und aus unschuldigen Buchstaben, die vorgeblich nicht oder anders hätten stehn sollen, Folgerungen zieht, die mit dieser Unregelmäßigkeit, selbst wenn sie zugegeben würde, nicht im erttferutesten Zusammenhänge stehn — Noiedies später die Gemara thut. Lag dieses Streben nach schärferer Deutung der Schrift schon im Gange der Entwickelung, so kam auch noch die äußere Nothwendigkeit hinzu, welche eine . rm Schoße des Zudenthnms selbst ausgebrochme Opposition herbei-

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