Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Verhältniß des natürlichen Schriftsinnes zur thalmudischen Schriftdeutung
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 58 (sequence 6)
- Language
- German
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58 W Daö -Verhältniß des nMrlichen Schriftsin Auffafsnngsweise.,' aus-dem in ihr ausdrücklich Gesagteirals Folgen, oder sie sind als-weitere AussüHrungm^ nach -denr--erkannten. Sinne des Gesetzes, nothwendig und anpassend. Diese Gesetzertlärung ist demnach noch nicht eine, sprachllch-er.egetische T'hätigkeit, Ludem.man jedes einzelne Wort und.den ganzen Satz genau erwägt, um seinen Inhalt sicher und richtig ftstzustetten; vielmehr wurde dies vorausgesetzt, und. es sollten nun die kurzen Gesetze für das Leben erst die rechte A!^wendbarkeiterhalten durch genaue einzelne und untergeordnete Bestimmungen, welche, theils mW dem . Debrauche in die Schule, theils aus dieser in jenen übergehend, -zwar nicht ausdrücklich in der. Bibel stehen, aber doch als in deren Sinne liegend betrachtet wurden. -Immer mehr wurde von der Ausführung, dieser nähern Angaben der Werth der Gefetzübung und des ^religiösen Lebens abhängig gemacht, und" so mußten denn dieselben sich auch - immer - verv ielftiltigen und ausdehnen. - Bei der großen Bedeutung , welche dieser.-Ausbau der Libli- ' sehen Gesetze erhielt, war nun zwar, wie gesagt, das Bewußtsein darüber keineswegs geschwunden, daß der neue Apparat durchaus in der Bibel nicht, aufzufinden sei, nud der Werth, -den er dennoch - behauptete, entstand ihm aus der hern'schmden Anschauungsweise und der lebendigen FortleiLung. Ausdrücklich sagt die Mischnah (Chagigah 1, 8): MM ODM MD VD Ddp pdn 2D1N2 DiDri NDQDNI rrm DVDQ MD Dv jNgN DWL7 br „die Bestimumngen über Lösung der Gelübde fliegen in der Lust und haben gar keinen biblischen Grund) die einzelnen Gesetze über den Sabbath, die Festopfer, die Entweihung geheiligter Gegenstände sind wie Berge, die an einem.Haare hangen, wenig ist darüber nämlich in der Schrift gesagt, und der Gesetze sind so viele) die Nechtsbestimmungen, Gesetze über Opftrdienst, Reinigung und Unreinheit, und über verbotene Verwandtschaftsgrade habelr. einen guten biblischen Grund, und sie find wesentliche Veftcmdtheile des Neligionsgefetzes". Dennoch mußte sich ullmälig der Glaube ausbilden, daß alles hon den Schuten.zu.gesetzlicher GelUmg Erhobene und im