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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 1 · p. Seite 55

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 1
Article
Das Verhältniß des natürlichen Schriftsinnes zur thalmudischen Schriftdeutung
Date
1844-01-01
Page
Seite 55 (sequence 3)
Language
German
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M chalmMschen Schriftdeutung. Eine Skizze. HZ herein verschoben und gerade das wesentliche Verhältnis; der thalmudischenAuslegung zuur natürlichen Sch ristsinne sowohl VM unserm wifsenschafttichen als vom thalmudischen Standpunkte, trotz vielen richtigen Blicken, doch zu wenig beachtet und in seiner Wahrheit erfaßt,*) wie ich im Laufe dieser Abhandlung mehrfach nachzuweisen Gelegenheit haben werde. Mein Zuück/bei nachfolgender Arbeit kann hier nicht sein, den Gegenstand nach seinem ganzen Umfange zu behandeln, waS ein bedeutendes Werk erfordern würde; vielmehr soll hier btos auf denselben wiederholt aufmerksam gemacht und sollen im Allgemeinen die Gesichtspunkte nachgewiesen werden, die sich aus den thalmudischen wie rabbinischen Schriften selbst sur die Beurtheilung des Verhältnisses zwischen dem natürlichen Sinne der -Bibel und der zur Begründung der Gesetze aufgestellLen Deutungen ergeben. Wir haben daher in Kürze zuerst in die Werkstätte derer selbst, einzudringen, welche diese Deutungen vorgenommen, dann aber jenen zu folgen, welche dieselben ausgenommen haben; wir müssen uns zuerst in den . Sinn der Lehrer der Mischnah und Geurara versetzen^ um zu erkennen, inwiefern in ihnen eine Ahnung von einem natürlichen Schristsinne vorhanden war und wie sie diese eregetische Ansicht mit der theologischen einigten, dann aber die Späteren, die Verfasser der Thargumim,' die Nabbinen und die Kommentatoren befragen , wie sie das bei ihnen erwachte eregetische Gewissen gegenüber den Verletzungen, welche es von der angenommenen thalmudischen GesetzerläuLeruug und damit verbundenen Schriftdeutung erfahren, beschwichtigten. Daß wir auch hier wieder das geschichtliche Moment nicht außer Augen lassen, für die thalmudische Zeit Mischnah und Gemara in der Ausbildung des .Deutungs- Verfahrens scheiden**), bei den Nabbinen die verschiedenen Standpunkte der einzelnen Gelehrten beachten, wird wohl der Leser von selbst erwarten. Die Abhandlung zerfällt demnach in zwei Abtheilungen zur Beantwortung der zwei folgenden Fragen: *) Vgl. 'die schöne Neeension dieses Werkes von Nabb. v. Herzfekd im Literaturb (ätt zum „Orient^ 1841 IA 40 und 41. **) Daß HLrschfeld dies nicht gethan, entzieHt seinem Buche gerade das wisftnschaftljche Mome^

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