Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der Monotheismus in sittlicher Beziehung
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2929020-2929041-2929043-2932043--2685-2932113- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
SÄ- LH -.DW M 0floHeismuö in sittlicher Beziehung. - indem man durch Spielereien und Symbole die Menge täuschte und zurückzuhalten suchte. ' Der Heide also, als solcher, wußte weder, - wie viele Götter er hatte, noch worin eigentlich deren Göttlichkeit, bestand. Er tappte hierin vollkommen im Dunkeln und so konnte sich zwischen ihm und dem, was. er eben .nicht begriff und kannte, die Gottheit, kein sittlich-klares Verhältnis Herausstellen , und namentlich konnte, dies nur dumpf empfundene Verhältniß nie, ein. befr.ledigendes, ein freudiges werden. . Das Wesen. Gottes bestechet in seiner Vollkommensten, . d. i. in dem vollkotnnrensten.Zusammensein und den: vollkomnunensten Grade (also in der. Einigkeit. und Grenzenlosigkeit oder dem UngehemmLsein) alter jener sogenannter Eigenschaften der Liebe, Weisheit, Macht u. s. w., welche eben nur verschieden aufgefaßte Wirkungen, Richtungen oder, wenn man so. sagen, darf, Seiten stets derselben, in sich einigen und ungetheilten,. Göttlichkeit sind: des Schöpfers, - Ordners und Erhalters, in dem vielfarbigen Spiegel seiner mannigfachen' Werke, verschieden angeschaueter, Abglanz. Glaubte man nunviele Götter, so ging, dieser' wesentliche Begriff der Pollkommenhest, dev vow der Einheit unzertrennlich ist, ver- ' koren.' /Denn die Verschiedenheit der Götter konnte doch nur durch die Verschiedenheit ihres.' Wesens, 'also durch die Unvollkommenheit eines jeden derselben,, erklärlich sein (weil eben die Verschiedenheit darin bestehet, das; das Eine besitzet, was in dem Andern 'fehlet). Nur etwa alle jene Götter zusammen, konnten gemeinschaftlich jene Idee einer vollkoMinnen 'Göttlichkeit reprästntiren, aber auch dies nicht einmal ganz, denn die Unvollkommerrhelt des Eetrennkftin's ansich löst sich, auf solche Weise nicht auf, und der Gedanke,' der die .persönlich verschiedenen -Götter zu dem Einen der Idee. zusammensaßte was Griechische Weise meinen mochten, wenn sie nicht" „Götter" ' sägten, sondern rm Sing. (Gottheit?) — stand dann stlbstsubev diesen Göttern. In jedem Falle aber Zeugte die Nothwendigkeit noch anderer Götter — und. es mußte doch eine Mche^ innere Äochwestdigkeit sich ststre Wistenz geben -7— für hie Unvollkommenheit jedes EiUzelnew detselhen. / Gewiß, also konnte dW Helden dMch stine-Götter erricht die Vorstellung einerrunendlichm Macht, Liebe,'Weisheit u. s. w. zumalin ihrer Vereinigung, also einer Göttlichkeit ihrem wahrm: Wesen nach, gewinnen. Und