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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 1 · p. Seite 49

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 1
Article
Der Monotheismus in sittlicher Beziehung
Date
1844-01-01
Page
Seite 49 (sequence 6)
Language
German
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Nt. Der Mönotheism us in sittlicher Beziehung 49 bei den Eingeweiheten der Mysterien der Fall, so gilt von ihnen, was wir von den Heiden sagen, nicht. Wir sprechen von der Regel, nicht von der Ausnahme. Wir sprechen von dem Heidenthum nach seiner breiten Basis, von ihm, als der Religion des Volkes, als der ostensibeln Religion der Priester und des Staates, von ihm, nach dessen Gesetzen — die man, wo es eben nützlich schien, in Anwendung zu bringen sich nicht scheuete —- Sokrates sterben mußte, „weil er die Götter leugnete"*), in dessen Mitte die Mysterien eben Mysterien blieben und diejenigen Wahrheiten, welche es immer fein mochten, die sich dorthin zurückzogen, auch da sich der Unwahrheit nicht ganz entschlugen, er hoffe, dort zu guten Göttern und Herren zu kommen Phädon, nicht weit v. Ans. Den Mann, der den Giftbecher bringt, fragt Sokrates, ob er davon einem Gotte eine Libation darbringen dürfe («Tw- , und da dies verneint wird, bemerkt S., daß es jedenfalls gestattet und Pflicht sei, zu den Göttern zu beten Einiges Gewicht wäre, in diesem Sinne, vielleicht auch darauf zu legen, daß Sokrates im letzten Augenblicke seines Lebens dem Kriton äufträgt, dem Aeskulap einen Hahn zu opfern und es ja nicht zu unterlassen So schön die hierin ohne Zweifel liegende Andeutung ist, daß der Tod ein Genesen sei, so bedenklich bleibt es doch vielleicht, -aß S. in diesem Augenblicke anders, als von dem einzig wahren Gotte spricht, sofern er ihn erkannt, selbst wenn man seine Bemerkung als eine Art von attischem Scherz betrachten wollte, welcher Auffassung es aber widerspräche,"daß auch Kvito, unter den vor Schmerz vergehenden Freunden, in gleichem Tone das Geforderte zusagte §(/)-/0 AtzlnÄp). Im Eingänge zu Platons Nepublik wird selbst erzählt, daß Sokrates zur Göttin (wahrscheinlich Diana oder Pallas Athene) gegangen sei, um zu ihr zu beten (/rH06'Lr)^6/rL-/o§ rA. Areo). Diese und viele an- ' dere Stellen, auch in der'M'rtheidigüngsre-'e, dürften von dem Gesichtspunkte, haß Sokrates reiner Monotheist gewesen, nicht ganz leicht zu erklären sein. - S/PLato's Apologie des SokrateS. Züd. Aeitschr. V. Bd. L

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