Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Aufgabe der Gegenwart
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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!. Die Aufgabe der Gegenwart. 33 sprechen) dasLeben nicht - in allen seinen - Beziehungen religiös - belebt werden und Predigt nundennoch ' einer Anschauungsweise. entströrnen soll, lvelche deru Leben rmd -Systeme der Glartbensgemeinde als solcher, wie sie beibehalten werden sollen, diametral entgegengesetzt ist? Was soll niln die Predigt thun? Derwahrhaft freien Bewegung beraubt, muß sie sich entweder auf allgemein religiöse und sittliche Fragen beschränken, dem-innersten Kerne des'consessionetl religiösen Lebens sich entziehen, oder nähert sie sich diesem an, wie es ihre Ausgabe istum an -Vorhandenes und dem Hörer Vorlichendes anzudnüpfen, so muß sie -etwas Schwankendes,-Unbestimmtes erhalten, in jenem dem Eiertanze gleichen Bestreben, auf keinem Punkte recht fest stehen zu wollend ul üzuru äooet. Also die Predigt kann und soll wohl die Bewegung in Wissenschaft und Leben begleiten, auch, soviel an ihr ist, ' fordern und. unterstützen, aber nicht allei:r das ganze Ferment sein, -st^auM-bim wahrhaftes Geistesleben Haben,... dem sie sich anschließe, und wolltß ihr dieses nicht mit Hingebung, nun geht--hin und-erbaut euch pflichtgemäß an jenen rhetorischen Geburten der trockensten'- Dürres.—- Und der Religionsunterricht?-^ Wahrlich!,-llch -begreift nücht)" wieman eine populäre,- der jllgendlichen Fassungskraft angepaßte, -Lehre ertheilen will, Wenn - sie Wissenschastlich nicht', entwickelt und begründet, eine An- . schauungsweisi befestigen, Wenn sie vom Bekenntnisse nicht kräftig ausgesprochen werden soll! -„Aus dem Munde der Unmündigen und Säuglinge begründete wohl Gott Seine Macht", bis in das Herz der Jugend muß allerdings die Religion in ihrer wahren Weihe eindringeng allein wie läßt sich mit ihnen beginnen, so nicht in -der Glaubensgemeinde dieselbe lebendig wurzelt? Oder wollt. ihr ferner das unheimliche Schwanken, Umgehn und Verhüllen, das den meisten unserer Katechismen eigen ist und sein muß, ferner dte Unsicherheit, mit dersich der Lehrer bewegt, die Widersprüche die er nichd löftn mag, die Fragen, die er nicht beantworten^ kann , die Jnconvenienzen, die aus der Unentschieden- HUt hervorgcheM Das mag recht'mrständig ftin, recht gut Lei Prüfungen sich äusnehmen, recht rührend bei Konfirmationen, aber Neligiön, wahrlichdas' glaubt mir, wirkt es nicht. Es heißt, das Ende Wer'Kette -besistigen'wollen, so lange deren Anfang in der Lrtst Woebts Wenn M populäre Ausdruck immer und immer ge- . Bd. 3