Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 1 · p. Seite 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 1
Article
Die Aufgabe der Gegenwart
Date
1844-01-01
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2929020-2929041-2929043-2932041--2649-2932081
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

18 I. Die Aufgabe dev Gegenwart. bigen Ufers für Regeneration deL JüdWhums, statt literarischer und praktischer Leistungen' verlangte unaid dem ' Candidäten das — große Verdienst eurer theologischen Unschuld, Wer Paradiesischen Unschuld, die Nicht zu unterscheiden wußte zwischen Gutem und Bösem. - In der That bewahrten - sich diest Männer auch und bewiesen sich durchaus unschuldig an den Fortschritten, 'welche etwa innerhalb ihrer Gemeind^ sie ihnen nicht gar entgegenwirkten. Sah man nun an dielen Orten das Ungenügende dieses Verfahrens ein,' und" gelang es auch mannigfach, Männer anzustellen, welche von einer geläuterten "religiösen Anschauungsweise durchdrungen und von deru Streben, sie ins Leben einzuführen, erfüllt waren: so mußte man in großen Gemeinden, welche mit größerer oder geringerer Macht derfthene Rabbinatsverwalter .hatten, und die auf eine Ünterstützüng don Seiten des Staats nicht rechnen konnten, auf ein anderes Mittel ' denken, dem neuern Principe seine Vertretung zu verschaffen. Bis zur völligen Erledigung der Stellen zu warten, hätte soviel geheißen, als erst die Gemeinde dem völligen Verfalle entgegenzilführen, um dann aus Trümmern und Schutte ein neues Gebäudr errichten zu wollen, wozu dann später gewiß noch umsomehr der Ernst und die Entschiedenheit, nicht minder die Möglichkeit gefehlt Hätte. So lange noch Leben da war, mußten Anstalten getroffen werden, dasselbe anzufachen und zu kräftigen, und sollte es auch, um der Ungunst der Verhältnisse willen, nicht ganz dürchdringen können. Da betrat Breslau rüstig und mit mühevoller Anstrengung den Weg. Ein zweiter Rabbiner, der nicht untergeordnet, sondern beigeordnet sein sollte, wurde erwählt) in ihm sollte das Princip, welches das neu erwachte Leben der Gemeinde dürchdringt, dargestellt Werdens und von ihm sollten natürlich auch die Äußerungen dieses Lebens ausgehn. Es ist bekannt, welche Kämpfe'Breslau zu bestehn hatte, um.diese Gesinnung verwirklichen zu können, Und welch ein eifriges Zusammenwirken unter den Gegnern auch unmittelbar unbetheiligter Orte Statt fand, 'M die Ausführung zu' verhindern^). Aber die Zeit war erfüllt, Und demehrenwerthenEiferder Vres- *) Vsrgl. meine Brochüre: Die letzten zwei Jahre. Sendschreiben an einen befreundeten Rabbiner Breslau, Frredländer. 1840.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.