Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Aufgabe der Gegenwart
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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I, Die Aufgabe der/(segenwarü 17 des ThalmudS' „ nuS. den-Hämmlein auch Bockes - -So. hatte -wan-yur sumpfiger Starrh eit, auf der einen und dem-JMffexentismus-auf der andern Seite Vorschub geleistet, aber keineswegs dem lebmdigerr warmen Glauben. Das ist eben per FlM.^chex .MuWofigkeit! mnd... der -Schwäche, daß sie, den Kampf scheuend, aber,.doch,muß-llmwegen^ zu ihrem Ziele , gelangen wollend, -sich von diesem nur umsomehr entfernt, jemehr sie sich ihmanzunähern glaubt. Allein allmätig ward dennoch der Gedanke herrschend, es sei, dem-Laufe , der Zeit nach, auch an den Nabbiner und gerade an ihn die Forderung zu stellen, er müsse Richtung, und Bedürfnisseder< Zeit /kennen und ihnen zu genügen wissen^ man überzeugte sich von der Dringlichkeit, daß ein Nabbiner regelmäßige Studien gemacht habe. Immer weiter wurde der Grundsatz geltend -gemacht und sogar meistens von allen Parteien ein gestanden, man müsse, einem Manne, der neben Kenntniß der jüdischen Theologie auch Gymnasial- und Universitätsbildung sich erworben, das Nabbinat anvertrauen) in den östlichen, Polen angrenzenden Provinzen Deutschlands bildete sich ein eigner Terminus für solche Männer, man nannte sie, gegenüber den polnischen -Rabbinern, die auch die jüdisch-polnische Kleidnng trugen, deutsche Nabbiner, und hatte einst der Bart und.der Mantel den Philosophen bezeichnet, so charakterisirte nun in dieser Gegend der Nichtbart und die Nichtpekesche den „deutschen Rabbiner". Nun war überall bei den Wahlen die Kandidatur, selbst da, wovom Staate, keine Normen festgestellt waren, lediglich, auf -Sindirte beschränkt) , doch hiemit war dio Ueberzeugung noch nicht allgemein geworden, daß der Nabbiner.zugleich ein Vertreter der neuen Anschauungsweise sein müsse. In jener beliebten Halbheits- und Friedensmanier glaubte man zwar selten sich dabei beruhigen zu dürfen, wenn der Geistliche höherer Bildung nicht fremd, sei, aber in seiner religiösen Überzeugung sie entschieden äbwehre; allein einen, „unschuldigen" Mann, der .sich in dieser Beziehung noch nicht ausgesprochen hatte, daher beiden Theilen Hoffnungen gab, glaubte man wählen zu , müssen. Statt d er Bürgschaftenfür einen ernsten Willen und kräftige Entschiedenheit, statt des religiösen Sinnes und des lebeu- - Iüd. Zeitsthr. - V. Bd» , - 2