Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Aufgabe der Gegenwart
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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2 I. Die Aufgabe der Gegenwart. erschütternden Krisis und daher auch zu keiner wahrhaft neu belebenden Umgestaltung führten, Ln Verbindung traten mit den in die Geschichte neu eingetretenen und frisches warmes Leben einhauchenden Ideen, da lösten und lösen sich die ehedem eng verbundenen Glieder dieses Organismus, einzelne neue Elemente drängten und drängen sich nnabweislich in die geschlossene Kette, sie müssen ausgenommen, andere aus der Stelle, die sie lange innegehabt, verdrängt werden) die innere Einheit des ganzen geistigen und religiösen Lebens fehlt, und daß sie wieder hergestellt werde, dieses Bedürfnis wird immer fühlbarer, und sie zu bewirken, das ist die Ausgabe der Gegenwart, nicht etwa, daß wir sie äußerlich und willkürlich uns stellten, zu deren Lösung wir vielmehr immer mehr und mehr getrieben werden. Unser, der in der Gegenwart Strebenden und Wirkenden, unser aller Amt, die wir dem Leben freudig und willig und mnthig uns anschließen, für sein Hervortreten eifrig und angestrengt und keine Mühe scheuend ringen und kämpfen wollen, die wir vor den starren und trägen Gewalten, welche vom ächten Leben sich nicht durchdringen lassen wollen und daher völlig besiegt und weggeworfen werden müssen, nicht zagen und mit jedem neuen Siege lebensvoller Religiosität froh ausjauchzen, die wir nicht in Beschränktheit oder verzweifelnder Geistesschwäche an einem schwindenden Leben uns anklammern, nicht mit unsittlicher Gesinnungslosigkeit die Wahrheit wegen der Kämpfe, die sie begleiten, verleugnen wollen, unser Mer Amt ist es nun, , mit klarem Bewußtsein diese Aufgabe der Gegenwart uns vorzühaltcn, durch die Bekanntschaft mit dm früheren Bestrebungen und deren tieferes Verständnis das Ziel uns immer lebendiger vor Augen zu rücken, die Mittel zur Erreichung desselben/ wie sie die Zeit erfordert, ohne Scheu auszudecken und anzuwenden, so daß wir dem Leben ein immer tüchtigeres Rüstzeug werden. Betrachten wir vorerst die ^verschiedenen Stadien, welche in dem eigentlichen Sitze der Bewegung, in Deutschland, bereits durchlaufen sind und allmatig auch in andern Ländern nun rascher beschritten werden, damit wir dm Weg ermessen können, dm wir nun zu betreten haben. Großartig muß uns der Erfolg erscheinen, den die verschiedenen Anstrengungen irr rascher lebendiger Aufeinanderfolge sich in kurzer Zeit errungen haben, und mnuthigt kehren