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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 3 · p. Seite 464

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 3
Article
Jüdische Zeitschriften
Date
1839-01-01
Page
Seite 464 (sequence 6)
Language
German
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^64 Nachrichten. ein solches, das kräftig und.lebendig die Glieder der Judenheit zu durchdringen vermöge, hergestellt -u sehen, anerkannte, nicht einsah, daß je inniger der Schmerz darüber ist, daß Vorurtheil und zähes Halten an Nichtigem immer wieder von Neuem sich diesem Beginnen Ln den Weg stellten, um so lebendiger und energischer auch das Bestreben sein muffe, dieseHindernisse wegzuräumen. ES ist dem Gleichgültigen sehr leicht, mit Schonung auf das die Wohlfahrt der Gesammtheit Störende hinzusehen und die trüben Elemente gühren und fortwalten zu lassen nach Belieben; es ist dem Einzelnen, der sich außerhalb der ganzen Bewegung stellt und von derselben sich nicht berühren läßt, die Verhältnisse Ln ihren Ursachen und Folgen zu erwägen entweder nicht Lust hat oder nicht vermag, seltsam, den Eifer zu erblicken, mit welchem man sich gegen Dinge auflehnt, die ihm höchst unschuldig und höchstens ein mitleidiges Lächeln zu verdienen scheinen» Aber gerade wenn ein tiefer religiöser Ernst, die Ueberzeugung, daß nur der Anschluß an ein gesundes kirchliches Leben dem Einzelnen wie der Gesammtheit wahres Heil begründe, das Gemüth erfüllt; wenn die sorgsame, umfassende Erwägung den lockern Zustand in seinen Alles zernagenden Wirkungen und seiner Auslösung aller Tüchtigkeit der Gesinnung ganz erkennt; wenn man, in dem Bestreben, aus dem kräftigen Dorn des geistigen LebenF-sich zu nähren, und Nahrung zu verbreiten, die Basis der historischen Religion, für welche und in der man zu leben sich berufen, in deren Wahrheit man sich verwachsen fühlt, durch die Gediegenheit wissenschaftlicher Forschungen zu sichern, aber freilich auch Schlingpflanzen davon, abzuwchren — wenn man Ln diesem Bestreben jeglichem Schritt durch klägliche Bornirtheit verrammeln sieht und ihn der Erbärmlichkeit abzrmngen hat: denn wahrlich mißt man nicht jeden Ausdruck, ob er sich überall ruhig anhören lassen mag, dann muß auch der Schmerz seinen Ausdruck, das Wehe seine Klage, der Eifer seinen Erguß finden. Einen solchen wird der Vernünftige auch in der Zeitschrift finden, aber gewiß nicht, den.Hohn und nicht den Spott, der mit kaltem gleichgültigem Vipernstich daS Heilige durchbohrt. Man muß eben ganz und gar in seiner geistigen Bildung, neben redlichem wissenschaftlichem Streben, mit dem Judenthume, dessen Geschichte , und dessen geistigen Erzeugnissen verwachsen sein, man muß im Leben neben ideellen, aus tiefstem Gemüthe entsprossenen Anforderungen in die Stufe der vollen Unmittelbarkeit sich zu versehen Gelegenheit haben und gerne versetzen, um Beides mit dem wahrsten Ernste vereinigen zu können, dc.s Streben nämlich, den lebendigen wissenschaftlich-geistigen Hauch über Ansichten wie Institute scharf wehen zu lassen, neben der Freude an jedem geistigen Denkmale, den Eifer, alles Todte zu bannen und Lebensvolles, wahrhast und gesund Gemüth Anregendes zu erwecken, neben gemüthlich freundlicher Versenkung Ln dLc frommen Regungen, welche auch daS Bestehende hervorruft. Daß auch das Zweite in dem Gemüthe waltet, übersieht der minder Einsichtige Ln dem Ausdrucke der Bestrebungen leicht,

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