Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 3
- Article
- Priphot Duran's Schreiben an einen Abtrünnigen
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 454 (sequence 4)
- Language
- German
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iLSL Blbllographle. Gerlenstrast (Erbsünde) auf den Menschen ladest, so daer von seinem Sturze sich nicht aushelfen kann und den Händen de-Satanvöllig übergeben ist, bis sein Erlöser kommt und ihn befreit und diese Strafe, von welcher in der Schrift keine Spur, damit aufhört, während die andern dort ausgsprochenen Strafen fortbestchen. Halte ja an diesem Geheimnisse von der Seelenstrafe fest, welches entdeckt das Haupt der Apostel, welcher wie dein Lehrer hie? (Paulus) z dadurch wird dein Lohn sehr groß sein, indem du ein vollendeter Gläubiger wirst. — Sei nicht wie deine Väter, welche sich diel mit der Spekulation beschäftigten, mitPhpfik, Metaphysik, Logik, Mathematik und aus diese Weise sich die Wahrheit zu begründen suchten. Du aber nicht also! fern sei rö von dir, daß du etwa die erste Schlußakt Ln der Logik für richtig haltest, da dies ja zur Verleugnung des Glaubenführen mußte / du müßtest denn nämlich den Schluß gelten lassen: der Vater ist Gott, Gott ist der Sohn, folglich ist der Vater der Sohn. Halte auch nicht dafür, daß in den mathematischen Arionen Wahrheit ist, wie daß das Große und das Kleine verschieden sepn müsse, daß eine Zahl ein Zusammen von Einheiten sei; denn nach dem Glauben ist der große.Leib des Messias gleich der kleinen Hostie und von ihr getragen. Besser ist, du glaubest, die ganze WUt könne in einem Senf¬ oder Hirfenkvrne Raum finden und daß die verschiedenen Leiber des Messias, welch* zu Tausenden (in den Hostien) vorhanden sind, nicht eine Mehrheit, sondern daß diese doch alle wieder einer und derselbe sind. Lasse dich auch nicht durch die ersten Grundsätze der P-pfik irre leiten, wornach die Bewegung in der Zeit vor sich geht, Ruhe und Bewegung aber an demselben Gegenstände zusammen nicht deutbar sei; vielmehr führt der Leib deS Messias vom Himmel auf den Altar, während er dennoch oben ganz ruhig bleibt. Herab aber führt er bei dem vortrefflichen Spruche, der aus dem Munde des Priesters kommt, der nicht ein Hvherpriester sein muß, sondern groß oder klein, weise oder thöricht, gut oder böse, gotteSfürchtig oder sündhaft, denn die ctg» "imlkche Kraft liegt eben in dem Spruche selbst, welcher aus dem Munde deS Messias überliefert worden ist bei dem Mahle mit seinen Propheten und Weisen, Schülern und Aposteln. Halte fest an diesem Glauben, der dich zum ewigen Leben führt und Gott wird mit dir sein. Ach, deine Väter haben Drod der Mühseligkeit gegessen, waren oft auch durstig und hungrig; du aber hast deine Seele gerettet, issest und wirkt