Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 409 (sequence 9)
- Language
- German
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40S Kherem Chemed. wie Dies bei Perioden, wo eine an den Anfang gestellte Partikel durch einen langen Vordersatz zu weit getrennt ist von dem Nachsatze, welchem sie angehört, sehr häufig geschieht (in der Bibel mit »-Z. Die Partikel v gehört hier nämlich bloS zu dem mit ^>>8 beginnenden Satze (damit kein Gerichtshof u. s. w.) und wird vor wiederholt, weil der mit diesem Wörtchen beginnende Theil zum Vordersätze gemacht ist; Dies aber mußte wegen des ganzen Sinnes und wegen des weiteren Anhanges zu dem jetzigen Nachsätze geschehen. Einen zweiten Einwurf begründet N. — der denselben jedoch in zwei trennt — folgendermaßen. Auf die Frage: „warum erwähnt man die Worte des Einzelnen neben denen der Mehrheit, da die Praxis sich ja doch nach diesen zu richten hat?" sei auch nach meiner Erklärung, meint er, die eigentliche Antwort: damit ein Gerichtshof auch nach jenen entscheiden könne, wenn ihm die Ansicht die richtige scheint; dieser ganze Ausspruch wird aber dadurch in den Hintergrund gestellt, daß er zu einem Vordersätze gemacht wird, wahrend die gar nicht hierher gehörige Bestimmung, das; eS einem andern Gerichtshöfe nickt gestattet sei, die Entscheidung des erster» umzustoßen, zum Nach- und Hauptsatze gemacht werde. Allein in der That bildet der Satz Lrrv "icht die volle Antwort und wird erst durch den Satz vervollständigt; es sollte nämlich keineswegs schlechthin als Regel hingestellt werden, daß eS einem Gerichtshöfe freistehe, die Entscheidung nach der Ansicht eines Einzelnengegen die Mehrer zu fällen, sondern es sollte eben bloö gesagt werden, daß wenn der Fall einmal eintrete — gewiß veranlaßt durch besondere Umstände — die Behörde nicht einer irrigen Entscheidung könne geziehen werden und diese nicht als ungültig betrachtet werden könne, eben weil eine Autorität für sie spricht; Dies drückt eben der Nachsatz aus. Die Thosephtha, welche ich schon früher als Beweis für meine Erklärug im Allgemeinen angeführt habe, ist auch hier