Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 379 (sequence 25)
- Language
- German
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37S Hirfch'S Versuche. Voraussetzungen, bald mit Aufstellung neuer zu kühner und unbegründeter Vermuthungen anftreten mag; in letzterer beherrscht leicht den allgemeinen geschichtlichen Drang bald zu sehr der Rückblick ans die Vergangenheit, bald zu sehr der Hinblick auf die Zukunft, ohne die angemessene Verschmelzung beider Gesichtspunkte oder die wohlgeordnete Harmonie zwischen beiden z» erlangen. Aber das Verfahren an sich bleibt richtig; die fortgesetzte kritische llebnng und geschichtliche Betrachtung führt endlich zu sichern Resultaten, und die immer umsichtigere Erwägung des gegenwärtigen Zustandes nach seinem Ganzen und seinen einzelnen Elementen giebt ein wohlberechtigtes Verfahren für geschichtliches Weiterbilden an die Hand. — Don den beiden angegebenen Gesichtspunkten habe auch ich mich bis jetzt leiten lassen, und ohne mich auf jeden einzelnen meiner Aussprüche zu steifen, sehe ich mich doch weder durch zelvtischeS Geschrei noch durch unwissenschaftliche Entgegnungen veranlaßt, irgend eines meiner wissenschaftlichen Resultate oder irgend eine meiner praktischen Anforderungen anfzugeben. Leute, die völlig unfähig sind, die nothwendige geschichtliche Entwickelung von Instituten, welcher keines sich zu entziehen vermag, zu verstehen, und daS Eigenthümliche derselben, daß deren Gänge in einander laufen und nicht streng abgegränzt sind, zu erfassen, meinen wohl einen köstlichen Fund gethan zu haben, wenn sie gegen eine allgemeine Stimme ein Vereinzeltes Vorbringen können, und meinen so die Wissenschaft Lügen strafen zu können, stellen aber bloö ihre eigene Unfähigkeit zur Schau. Leute, die in ihrer Bornirtheit und Einseitigkeit den Zusammenhang der Verhältnisse nicht zu würdigen wissen und sich von der Nothwendigkeit eines mit dem ganzen geistigen, zugleich aus den materiellen Verhältnissen erzeugten Weltorganismus in Einklang stehenden, wenn auch in eigenthümlkchen Formen sich bewegenden, gesunden religiösen Lebens keinen Begriff bilden können, schreien Ach