Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 378 (sequence 24)
- Language
- German
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.178 Necensivnen. Zeit sprechen, geben ihr« Gründe ganz in subjektiver agadischer Weise, die sich ein jedes Individuum, noch mehr eine jede Zeit, gewissermaßen zurechtrücken mag. Bei Hirsch ist Alles göttliche Weltvrdnung; das tritt auf in geschlossener Phalanx, und wir sollen die Gründe erfahren, um aus ihnen „Gottes Weisheit zu erkennen." Aber aus solchen Gründen lernen wir nicht Gottes Weisheit kennen, sondern Hirsch'S Thorhett, und glaubt man ihm, daß auf diesen Gründen das Judenthum beruht, so wird, man bald zur tiefsten Verachtung des JudenthnmS gelangen. Dieser Gedankenlosigkeit, Intoleranz, Narrheit, Un- Senntniß der hebräischen Sprache und spielenden Willkürlichkeit, wie sie sich bei H. zeigt und Anspruch macht auf absolute Anerkennung und so nothwendig zur Entwürdigung des Judenthums führt, steht nun seit längerer Zeit die Wissenschaft, in ihren mannichfachsten Versuchen über das Judenthum, und das Bemühen, nach dem ursprünglichen Geiste des JudenthnmS auch dessen äußere Gestalt für die Gegenwart zu bilden, gegenüber. Die Wissenschaft hat sich vorzüglich zur Aufgabe gesetzt, mit kritisch-unbefangenem Sinne die Urkunden des Judenthumö zu prüfen, den geschichtlichen Gang desselben zu verfolgen, um so einerseits den wahrhaften und wesenhaften Gehalt der ersteren zu erkennen, andererseits die Modifikationen, welche die geschichtliche Entwickelung erzeugte, nachzuweisen. Das praktisch-religiöse Interesse aber geht darauf ans, die aus diesen Forschungen gewonnenen Resultate für die Gegenwart zu benützen und das von der Vorzeit nach ihren geschichtlichen Erscheinungen Gebildete und uns Ueberlieferte nunmehr mit Bewußtsein, dem gegenwärtigen geschichtlichen Verlaufe angemessen, in gleicher Weise mit Umsicht fortzubilden und für die Gegenwart und ihre Verhältnisse Lebensvoll zu machen. Es ist natürlich» daß in ersterer Beziehung die Kritik in der ersten Zeit etwas schwankend, unsicher» bald mit Festhaltung irriger