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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 3 · p. Seite 377

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1839-01-01
Page
Seite 377 (sequence 23)
Language
German
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S77 Hirsch'S Versuche. oder sonst beide (die zwei Kapseln) z» legen verhindert ist, soll gleichwohl das Mögliche thun« (S. 23b). Also von Freiheit keine Rede. Umgekehrt bei den SchaufLden. »Gott lehrte dich nur daS Mittel der Ziezrß, aber ließ eS dir frei, es zu benutzen; verpflichtete dich, wenn du ein vier Ecken habendes Gewand trägst, mit Zieziß zu versehen, aber ließ es dir frei, ob du ein solches tragen wolltest oder nicht; wohl damit du erst das Bedürfniß selber fühlest" (S. 245). Also hier Freiheit und Selbstwahl. So nun auch bei den Festen: Israel müßte anfhören zu sein» wenn es vergessen sollte, daß Schabuoth Offenbarungsfest und Schemini azereth ein „GeisteSerhaltungSfest" wäre, und deßhalb darf die Schrift diese Bedeutung der beiden Feste nicht erwähnen; Israel würde aufhören zu sein, wenn es vergessen sollte, daß Pesach zur Erinnerung an den Auszug aus Egypten eingesetzt ist, und deßhalb muß die Schrift diese Bedeutung mehrmals einschärfen. Wir besitzen nicht mehr die »Geistes- und Gemüthöerhebnng übers Leben," welche die Alte» besaßen, und darum dürfen bei »ns die Khohanim nicht täglich den Segen sprechen; und wiederum wir besitzen nicht mehr die »Geist- und GemüthSerhebung übers Leben," welche die Alten besaßen, darum durften sie wohl das Gebet bei ungünstiger Stimmung aussetzen, wir aber müssen unter alle» Umständen zu den festgesetzten Zeiten beten. Was läßt sich von einem Menschen und für einen Menschen, der sich mit solchen Gründen für die Sache und deren Gegentheil ein Genüge gcthan zu haben glaubt, nicht Alles beweisen? Also auch hier wieder Uebertreibung der thalmudischen und rabbinischen Angaben. Der Thalmud und die Rabbiner, stellten Verordnungen hin aus Vorsicht, zur Bewahrung vor Uebertretuug anderer Gebote, gaben Gründe an, gegen welche sie Widerspruch gestatteten, sie gaben oft einen guten Rath, haben eö uns kein Hehl, daß sie aus dem Standpunkte ihrer

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