Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 376 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2929020-2929036-2929040-2931825--2493-2931919- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
376 Rccenslvne«. „geschichtliche Dedeutnng" des achten Tages an: „Erhalkung des JissroclgeisteS... Denkmal für die GcisteSerhaltung in der Wüste" (S. 122). Nun aber steht von diesen sogenannten geschichtlichen Bedeutungen kein Wort in der Schrift, und dies erklärt H. folgendermaßen: »Die Bedeutung der rein Geistiges vertretenden Manadim: und hat sich nur durch Ueberlieferung erhalten, gleichsam als müßte Jissrocl aushören zu seyn, wenn ihre Bedeutung, die ja Jissrocls Volksseele betrifft, aus JissroelS Gemnthern schwinden könnte" (S. 156). Wozu also die beiden Festtage? Um die Erinnerung an „Geistesgründung" und „Geisteserhaltung" lebendig zu erhalten. Warum ist diese Bedeutung nicht angegeben? Weil, wenn diese Erinnerung schwinden würde, auch Israel zu seyn allshören müßte. Also wozu wieder der Festtag? Und warum wird denn doch in der Schrift so häufig gesagt: gedenke des Tages, da du am Horeb gestanden? Und warum nicht gerade der Tag vergessen werden, an welchem die Kundwerbung der Zehngebote geschah, ohne daß die Erinnerung an das Factum schwand? In der That wurden auch, selbst nach der Tradition, Umstände der Zeit vergessen, da Streit darüber ist, an dem wievielten Tage in Siwan diese Kundwerbung geschah. Und seltsamer Weise ist gerade die Bedeutung des achten HüttensesttageS, wenn H. Recht hat — wirklich vergessen gewesen, bis sie unser neuer Lehrer aufgefunden hat, und Israel hat dennoch noch nicht aufgehört zu sein. Und Pesach? müßte nicht ganz und gar Israel „aufhören zu sein," wenn dessen „geschichtliche Bedeutung," nämlich „Gründung des Jissrocl- KörperS," vergessen würde, und dennoch gedenkt die Schrift deren so häufig! Jedoch die Gründe haben hübsch wächserne Nasen. „Th'fillin" z. B. anzulegen, ist Pflicht, der man nicht entgehen kann, und selbst „daö Sinken der Zeiten" konnte die Erfüllung derselben bloS auf „währenddes Morgens- Gottesdienstes beschränken," und „wer durch Verstümmlung