Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 370 (sequence 16)
- Language
- German
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37V Necenstone». hinaus, da der Thalmnd, wenn er derartige Versdentnngen angiebt, in denselben bloS AnlehnungSpunktr für seine anderweitig festgestellten Bestimmungen sieht oder auch in freier agadischer Weise den Schriftsinn erweiternd den neuen Verhältnissen und Anschauungen anschmiegt, während Hirsch geradezu, ohne die eigentlichen Worte des Textes hinzusetzen, seine verdrehende Uebersetznng als das Schriftwvrt giebt. Jedoch wir verweilen uns zu lange bei diesem Punkte, und müssen noch einen andern abmachen, nämlich die Hirschsche Begründung der Gesetze. Hirsch bedarf zwar, wie er mehrmals versichert (S. 29t, 378, 405, 404, 417 ff. u. a.), keiner Gründe, und das glauben wir wohl, denn vernünftige Gründe gelten eben bei ihm nichts; aber dennoch werden dieselben mit großer Parade vorgeführt, nur zuweilen durch ein »vielleicht," »es scheint" beschränkt (S. 575, 580, 429, 506), aber gewöhnlich wird gewaltig auf sie gepocht. Wir wollen uns auch hier einige instar omnium ansehen, wie sie unö gerade unter die Hände kommen. Da hören wir z. B. S. 176, die vier Pflanzengattungen, welche den Feststrauß am Hüttenfefte bilden, stellen allen möglichen menschlichen Besitz dar: das Ethrog sei Repräsentant aller Dinge, welche die beiden Eigenschaften, nämlich des Wohlgeruches, de» die Frucht von selbst spendet, und der Genießbarkeit, welche zu vollenden noch menschliche Kunst hinzukommen muß, daS Lulab, (die Dattelpalme), Bild derjenigen Dinge, welche bloS die letzte Eigenschaft besitzen, die Myrthe derer, welche bloö die erste, die Weide derer, die gar keine von beiden besitzen. Wie sinnvoll! Wir wissen zwar nichts davon, daß man die Palme kochen und essen kann und meinen, Holz bleibe eben Holz — armseliger Jrrthum! das weiß H. viel besser, er wird in einer zweiten Auflage seiner Versuche oder in einem zweiten Hefte seiner Mittheilnngen schon dis Kochart angeben. Doch nein! wir sind vielleicht im