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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 3 · p. Seite 338

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 3
Article
Noch ein Wort über das Haartragen der Frauen
Date
1839-01-01
Page
Seite 338 (sequence 6)
Language
German
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SS8 ll. Noch ein Wort den Seiten in der Länge, daß eS am Hinterhaupt in einen Büschel zusammengebunden werden kann, wodurch das Hervorschlüpfe» und Sichtbarwerden einzelner Haare verhindert wird. In dieser Länge ist eine Verschlingung und Verknüpfung desselben gar wohl möglich, und das Kämmen und Schlichten keineswegs überflüssig, was daher die-Casnisten allerdings der sich Reinigenden zur Pflicht machen können, auch wenn sie sich bei ihrer Verehelichung des üppigen Haarwuchses beraubt hat. Daß dieser jedoch durchaus kein Hinderniß beim Bade abgebe» geht aus dem Schweigen der später», so wie der frühern Autoritäten zur Genüge hervor» so wie aus der Thatsache, daß die Braut immer in der Regel im vollen Besitze desselben daS Neinigungsbad genommen hat. Der ganze Gebrauch des Haarschneidens hat daher nach unserem Dafürhalten weder mit dem Neinigungsbade etwas zu schaffen, noch sonst eine religiöse oder ascetische Bedeutung, wurde vielmehr aus Gemächlichkeit von den Frauen etugeführt, denen das allzulange Haar, so bald sie es ganz unter der dichten Haube verbergen mußten, nur höchst lästig gewesen wäre, und hängt also auch hinsichtlich seiner Entstehung mit dieser Sitte zusammen, deren Auswuchs er war. Zugleich wurde eS dadurch der jungen Frau unmöglich gemacht, daS Haupt (auch nur Lheilweise) zu entblößen, und sie so ein für alle Mal unter die Haube gebracht, wie noch heutzutage sprichwörtlich bas Verheirathen heißt. — Gewiß ist es hingegen, daß der Thalmud, weit entfernt von einem /solchen Gebrauche etwas zu wissen, das ge, flochten« und wohlgeordnete Haar für so unentbehrlich zu einem vollständigen Frauenschmucke hält, daß er keinen Anstgnd nimmt, agadisch durch Gott selbst das Ordnen des HaarschmuckeS unserer Erzmutter Eva geschehen zu lassen. (Berachoth 6L u. u. a. and. St.) Auch zählt er das lästige Tragen eines langen Haares unter die Plagen, die über daö weibliche Geschlecht verhängt wurden wegen der

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