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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 2 · p. Seite 245

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 2
Article
Beitrag zur Entwickelungsgeschichte des Begriffs von der Unsterblichkeit der Seele im Judenthume
Date
1839-01-01
Page
Seite 245 (sequence 15)
Language
German
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des Begriffs von der Unsterblichkeit der Seele. 245 geschildert, daß es nnS nicht gelingen will, dieses Phantasiebild in deutliche Umrisse zu bringen. Ein gar freundliches Bild entwirft uns der anschauende Prophetengcift von jener glücklichen Zeit, welche einst die Zukunft Israels verherrlichen wird, in welcher schwinden werden aus der Natur alle Uebel und Gefahren (Jes. 11, 6 —10. 65, 25. Zach. 9, 9. 10. Joel 4), in welcher befreit ist die menschliche Gesellschaft von der Wnth des Krieges, des Hasses und der Zwietracht (Micha 4, 3. 4. Jes. 2, 4.), in welcher erfüllt sein wird die Erde mit Erkenntniß von Gottes Herrlichkeit wie Wasser bedecken des Meeres Fläche, (Hab. 2, 14); aber dieses Bild zeigt uns weniger die Zeit der Auferstehung, als die des Erscheinens eines Messias. Von der Belohnung und der Bestrafung nach dem großen Weltgerichte spricht nur Daniel (12, 5. 4.), nach dessen Schilderung der Fromme seiner geistigen Belohnung sich erfreut, während der Sünder zur ewigen Schmach und Schande vcrurtheilt wird. Deutlichere Schilderungen von diesem Phantasiegemälde müssen wir auch hier bei der ausmalenden Hagada suchen. Diese erzählt uns, daß bei der Auferstehung die Seele wieder mit dem Körper verbunden wird, damit der Mensch in derselben Gestalt seine Strafe erhaltein welcher er die Sünde beging (Sanh, 91), und daß dann niemals mehr eine Trennung stattfindcn werde (eocl. 92 ek. Maimonides Hilchoth Th'schuba 9, 2. und Naabad), sondern daß dann die Frommen in geistiger Seligkeit der Anschauung des GvtteSglanzes leben werden (Vcrachoth 17). Nach dieser Ansicht Horen in der jenseitigen Zukunft alle sinnlichen Genüsse auf, während nach einer andern Stelle im Thalmud (Psachim 119), zu jener Zeit den Frommen eine Mahlzeit veranstaltet werden wird, — allein eine scheidende Definition zwischen den Ausdrücken ' wnn WNLN und 82N 2^1darf in der Hagada nicht gesucht werden, da eine logische Begriffbestimmung fern vom Charakter der mythischen Dichtung liegt. Genauer unterscheidet

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