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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 2 · p. Seite 243

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 2
Article
Beitrag zur Entwickelungsgeschichte des Begriffs von der Unsterblichkeit der Seele im Judenthume
Date
1839-01-01
Page
Seite 243 (sequence 13)
Language
German
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deS Begriffs von der Unsterblichkeit der Seele. 24S Noch mehr individualiskrt erscheint uns die Schilderung der einstigen Auferstehung in dem Gemälde, welches die Kabbala von derselben uns entwirft, durch welche wir über das Wie und das Wann dieses zukünftigen Ereignisses noch nähern Aufschluß erhalten. (Sohar, Emor). Unmittelbar nach der Auferstehung der Tvdtcn findet, nach den Lehren der spätern jüdischen Theologen, der große Gerichtstag, 21^» der christlichen Theologie unter dem Namen: Jüngstes Gericht, oder Jüngster Tag (ir i-H 4<>a». 6, 3!) erxoicrrca^ Mittli. 10, 13.) bekannt, statt. Das Gefühl, daß Fehler ausgeglichen, daß Sünden bestraft werden müssen, offenbarte sich deutlich im prophetischen Alter, aber als Gefühl, als unmittelbares Bewußtsein konnte dieser Glaube noch nicht als definirter Lehrsatz sich geltend machen, sondern er mußte, je nach der Darstellungsweise der verschiedenen Propheten auch verschiedene individuell subjektive Ansichten annehmen. Bon einem Weltgerichte, in welchem das lasterhafte Leben bestraft, der Götzendienst und die Bosheit wird zernichtet werden, spricht, aber nur in allgemeinen Umrissen, Ps. 9, 39. 96, 43. u. m. a. St. Joel ä, 2. 42. Schon näher bezeichnet und mit der Idee eines Messiasreiches in Verbindung gesetzt finden wir ihn Jes. 2, 42. 66, 15. Welchen Antheil die Natur an diesem Weltgerichte nehmen wird, schildert uns Jes. 13, 9. 10. Joel 3, 3. Amos 5, 18 — 20. u. m. a. St. Mit den bestimmtesten Umrissen entwirft uns aber das Bild vom Weltgerichte der letzt« der Propheten (Mal. 3, 17 — 27,.), welcher dasselbe nach der Wiederkunft des Propheten Elias, wie es aber scheint nur für Israel, stattfinden laßt. Die Lehre vom Weltgerichte, gezeugt von dem Bewußtsein der göttlichen Gerechtigkeit, findet demnach als achtes Product des Judenthums im Prvphetenalter seinen Ursprung und in den darauffolgenden Perioden seine vollkommene Ausbildung. Auch bei diesem Neligionsbegriffe überschreiten wir im Dunkeln

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